BICAHUNAS – ZERSTÖREN & GESTALTEN

BICAHUNAS – ZERSTÖREN & GESTALTEN
(Eigenproduktion)

Seit 2009 bestehen die BICAHUNAS aus Witten, die mit dieser selbst produzierten Scheibe ihre erste offizielle Platte veröffentlichen. Benannt hat man sich nach der hawaiianischen Burgerkette, die schon im Kultfilm Pulp Fiction lobend erwähnt wird. Kulinarisch und cineastisch beweist man also schon mal Geschmack.

Mit sägenden Gitarren und einem rotzigen Sound legen die BICAHUNAS dann auch gleich richtig los. Eine leichte Metalkante und harte Beats prägen die Songs, die stilistisch dem HC-Deutschpunk der guten, alten 1980er Jahre zugeordnet werden können. Auch textlich orientiert man sich an den Themen und dem Jargon der damaligen Zeit: Krieg, Überwachung, Heuchler, Bonzen, Ausbeuter und der beschissene Staat. Allerdings sind diese Themen aktueller denn je und man kann nicht laut genug dagegen anschreien. Das wird hier auch gemacht und zwar mit rotziger und kraftvoller weiblicher Stimme, die absolut angepisst rüber kommt. BLUTTAT oder auch SUPABOND könnte man da vielleicht als Vergleich heran ziehen. Die Songs kommen jedenfalls direkt aus dem Bauch und rein in die Fresse. Dabei kann man mit ein paar rasanten Riffs und Läufen zusätzlich punkten Das unvermeidliche Sauflied findet sich zu guter Letzt auch wieder und ein Bonus-Track versteckt sich zusätzlich noch am Ende der Scheibe, die als limitierte LP oder CD erhältlich ist.

Ein Meilenstein der Innovation ist dieses Debüt beileibe nicht – aber das will sie auch gar nicht sein. Die BICAHUNAS brettern viel lieber ihren bodenständigen, ruppigen & politischen Oldschool-Sound herunter, der kein Blatt vor den Mund nimmt, dir das Hirn aufsägt und den Charme alter Tage mit viel Wut im Bauch versprüht. Mir läuft ‘zerstören & gestalten’ jedenfalls ziemlich gut rein. Mirko

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