REJECTED YOUTH – FUCK THE CONSENT

REJECTED YOUTH – FUCK THE CONSENT
(Concrete Jungle Records)

4 Jahre musste auf den vierten REJECTED YOUTH Longplayer gewartet werden, aber wer “in Geduld üben“ geübt ist, der hat diese Wartezeit natürlich locker wegsteckt. Die Belohnung erfolgt in Gestalt dieses Albums, das in meinen Ohren die bis jetzt ausgereifeste Produktion der Franken darstellt.

Der Fuß wurde etwas vom Gas genommen und man cruist überwiegend im Midtempo durch die 14 Songs auf “Fuck The Consent“. Das dient den klasse Melodien als Vorteil, die hier mit einer ungeheuerlichen Lässigkeit vorgetragen werden, so dass sich der Laie, getreu dem Sprichwort, wie immer wundert und der Fachmann aus dem Staunen nur schwer herauskommt. Auffallend ist außerdem, das REJECTED YOUTH sich sowohl britisch, wie auch amerikanisch anhören können. Melodischer Streetpunk datet 77´er Punk oder umgekehrt. Die beiden verstehen sich und werden ein Paar, das sich gemeinsam über die Umstände Gedanken macht mit Meinung und Kritik nicht hinterm Berg hält. Was die Lyrics angeht, haben REJECTED YOUTH ja schon immer wichtige und aktuelle politisch/sozialkritische Themen angesprochen und auch diesmal reicht die Themenpalette von Grauzone über Gentrifizierung bis hin zu Ausbeutung.

Freunde des melodischen, nicht allzu hastigen Streetpunk mit Aussage, kriegen mit “Fuck The Consent“ eine schmackhafte Platte vorgesetzt, die von ihrer Art her auch sehr gut ins Hellcat Records Labelprogramm passen würde. Bleibt zu hoffen, dass sich die Wartezeiten zwischen den zukünftigen Alben nicht an der Veröffentlichungszahl orientieren und man auf den fünften Longplayer der Nürnberger nicht 5 Jahre warten muss. Steff

www.rejectedyouth.de