INNER SPIRIT – LAST BEAT IN SIGHT

INNER SPIRIT – LAST BEAT IN SIGHT
(Rügencore Records)

Hoch aus dem Norden der Republik, nämlich aus Rostock, stammen INNER SPIRIT, die mit dieser CD bereits ihr zweites Studioalbum vorlegen. Bis auf Sänger Danilo wurde seit dem allerdings die komplette Band ausgetauscht. Dennoch bleibt man sich stilistisch weitgehend treu und bietet weiterhin heftigen Metal /HC.

Die 11 Songs, die uns die Band hier entgegen schmettert, kann man durchaus als brachial bezeichnen. Deftig stampfende Beats, die sich unter offensivem Double-Base-Einsatz auch in höherer Geschwindigkeit wohl fühlen. Hinzu gesellen sich kräftige, druckvolle Metal-Gitarren mit dem ein oder anderen, leider unvermeidlichen, Solo-Gefiedel. Sänger Danilo röhrt dabei mit derber Stimme, die ordentlich Power und Aggression verbreitet. Interessant hierbei, dass bei einigen Songs auch Congas eingesetzt werden, was auch außerordentlich gut passt. Der komplette Sound erinnert mich daher irgendwie an das Album ‘Roots’ der brasilianischen Thrash-Metal-Legende SEPULTURA. Wenn man sich so das Bandfoto ansieht, ist man daher doch etwas erstaunt, dass die Jungs so auf den Putz hauen. Musikalisch haben INNER SPIRIT jedenfalls einiges auf dem Kasten und kloppen sich sämtliche Aggressionen aus dem Hals. Auch die fette Produktion trägt dazu bei, dass einem hier die Gehörgänge richtig durchgepustet werden. Und obwohl man mit Breaks und Tempowechseln nicht spart, geht es immer geradeaus und voll auf die Zwölf. Auch textlich nimmt man kein Blatt vor den Mund, sondern kotzt ungehemmt gegen die Missstände auf der Welt.

Mit ihrem zweiten Longplayer haben INNER SPIRIT ein kraftvolles, gut produziertes Album vorgelegt, das ich allerdings eher in die Metal- als in der Punk-Schublade stecken würde. Jedenfalls fegen die Nordlichter so einiges weg und haben sich damit in mein Ohr gehämmert. Mirko

www.myspace.com/innerspiritde