GOLDNER ANKER – S/T

GOLDNER ANKER – S/T
(Super Kamiokande Detector / Major Label)

Das Debütalbum von GOLDNER ANKER ist wahrlich keine einfache Platte. 10 Mal wird auf der Reise der Anker geworfen, werden Eindrücke gesammelt und müssen anschleißend verarbeitet oder eingeordnet werden. Die drei Besatzungsmitglieder aus Dresden, 2 Damen und ein Herr, haben bereits 2 CD-R´s und eine Split-Single im Laderaum, hier also nun das erste richtige und eigene musikalische Produkt von den Piraten von der Elbe.

Es wird eine unentspannte, manchmal auch anstrengende Mischung aus Noise, Punk und Indie-Pop dargeboten, bei der die Abläufe nicht immer leicht durchschaubar sind. Bis auf ein paar Ausnahmen werden die Songs in englischer Sprache gesungen/geschrieen. Die Ausnahmen, also die deutschsprachigen, bzw. zweisprachigen Stücke, gefallen mir besser. “Wir hams so gemeint“ sticht als bester Song heraus, “Straße brennt“ kommt auch gut. Den Frauengesang find ich super, sich aber mit dieser Art von Musik anzufreunden, fällt mir alles andere als leicht und auch das gelegentlich eingebaute Orgelspiel wirkt auf mich sehr gewöhnungsbedürftig.

Mich erinnert die Platte über weite Strecken an eine Mischung aus TOCOTRONIC und L7 – keine leicht verdauliche Kost oder bin ich einfach nur Seekrank geworden? Egal, Anker werfen und von Bord gehen. Auf den sieben Indie-Weltmeeren wird´s sicherlich noch genug andere Indie-Passagiere geben, die hiermit besser zurechtkommen. Steff

www.goldneranker.com