PROUD TO BE PUNK #16

PROUD TO BE PUNK #16

Ah, News aus Leipzig! Die Nummer 16 des Polit-Punk-Zines aus Sachsen ist eingetroffen. Auch diese Ausgabe ist wieder vollgestopft mit interessanten Artikeln. Hauptsächlich geht es wieder politisch zu, aber man findet auch das ein oder andere Bandinterview in der Ausgabe. Da es mal wieder eine Menge Wissenswertes zu lesen gab, war das Teil schnell durch, obwohl manche Beiträge doch etwas an Hirn-Aufwand erfordern.

Beginnen wir also mit den politischen bzw. aufklärenden Themen: Zum Beginn findet man ein Interview mit BERND LANGER, der sich mit dem Mitteldeutschen Aufstand, aber auch Klassenkämpfen generell beschäftigt und darüber schon Publikation verfasst und Vorträge gehalten hat. Des Weiteren gibt es einen Reisebericht über die West-Sahara mit Einblicken in die fortwährenden Konflikte dort. ‘Unter dem Jolly Roger’ beschäftigt sich dagegen mit dem ‘Goldenen Zeitalter’ und der Geschichte der Piraterie. Über den ‘Anarchismus  weltweit’ berichtet SEBASTIAN KALICHA, Co-Herausgeber eines gleichnamigen Buches. Zu guter Letzt wird dann noch der Nazijäger SIMON WIESENTHAL porträtiert, der eigentlich jedem ein Begriff sein sollte. Kommen wir zur Unterhaltung. Es gibt einen Rückblick auf das erste Leipziger Fanzine-Treffen und der Dokumentarfilm NOISE & RESISTANCE wird eingehend besprochen. Interviewt werden die Nürnberger HC-Punkband LEIDKULTUR und der Anarcho-HipHopper HOLGER BURNER. Daneben wird die Punkszene in Weißrussland vorgestellt und den Bands HEIMATLOS und HUMAN RISK gehuldigt. Hinzu kommen noch ein paar Kolumnen sowie Fanzine- und Tonträger-Kritiken. Abgerundet wird dies alles wie immer durch den ausführlichen Sachsen-Szene-Report.

Es hat sich auch mit der neuesten Ausgabe des PROUD TO BE PUNK wenig geändert, und das ist auch gut so. Man bekommt viel und gut verpackt im A5-Format dargeboten. Da kann man nicht meckern, sondern nur jedem Menschen, der noch etwas Grips in der Birne hat und sich für Politik & Punk interessiert, raten, auch mal einen Blick – oder besser gleich mehrere Blicke – in diese Ausgabe zu werfen. Es lohnt sich!  Mirko

jan.sobe@t-online.de