MAKE DO AND MEND – END MEASURED MILE

MAKE DO AND MEND – END MEASURED MILE
(Shield Recordings)

For Boston, for Boston, we sing our proud refrain, so beginnt ein Song der bekanntesten Musikersöhne der Stadt Boston, die auf den Namen DROPKICK MURPHYS hören. Bin ich gerade zufällig drauf gekommen, denn MAKE DO AND MEND kommen auch aus Boston, aber die Hometown ist dann auch die einzige Gemeinsamkeit beider Bands. Nichts mit Stolz und auch keine Harte-Männer-Attitüde.

Die vorangegangene EP des Quartetts ist vor allem in der Alternative Punk-Szene bereits auf viele offene Ohren gestoßen und dementsprechend hoch waren auch die Erwartungen an den ersten Longplayer der Jungs. Postpunk trifft hier erneut auf Emocore und die großen Vorbilder sind schwer zu überhören, ein wenig FOO FIGHTERS, noch ein wenig mehr JIMMY EAT WORLD und ganz viel HOT WATER MUSIC. Die 10 Songs tragen mehr die Handschrift dieser Bands, als die Eigene, was aber den Liebhabern dieser Rockgruppen egal sein dürfte. Was mir positiv im Ohr hängen bleibt, ist die kratzige Stimme des Sängers und einige Gitarrenspielereien, die zwar stets bemüht sind gute Akzente zu setzen, es aber nicht ändern können, das die Songs als Ganzes ein wenig vor sich hinplätschern und so der Widererkennungswert nicht unbedingt der höchste ist. Das Artwork passt ganz gut zu dem Emo/Aggro Mix von MAKE DO AND MEND und wirkt düster wie ein Endzeit-Thriller von Stephen King.

Licht und Schatten, Berg und Tal, aber wirklich interessant wohl nur für Fans der oben genannten Beispielbands. Wem die EP von MAKE DO AND MEND zusagte, wird auch mit “End Measured Mile“ zufrieden sein und wem die EP nicht zusagte, wird auch diesmal kein Fan werden. Meine Musik ist es nicht! Steff

www.makedoandmend.me