
Aus dem wilden Osten der Hauptstadt kommt die sechsköpfige Hardcore-Punk-Band FREI SCHNAUZE!, die Euch von Clubkonzerten, Festivals oder diversen Samplern sicherlich längst ein Begriff sein sollte. Aus verschiedenen Musikgebieten, wie aus dem Punkrock, Hardcore oder Metal stammend, vereinen sie beim Songwriting und auf der Bühne alle ihre Einflüsse mit aktueller Wut, was stets eine musikalische Explosion zur Folge hat. Hinzu kommen kritische Texte und die schnelle Erkenntnis, dass die Band so einiges zu sagen hat und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt. FREI SCHNAUZE! – Der Name ist Programm!
Moin Jungs! Aufklärung ist wichtig, auch im Musikbusiness. FREI SCHNAUZE besteht aus…? Kommt aus…? Gibt es seit…?
Hi Steff! Wir stammen allesamt aus dem wunderschönen Osten Berlins und bestehen aus 6 Musikern unterschiedlichster Couleur. Effektiv gegründet haben wir uns am 15.01.2009, standen allerdings schon davor einige Monate im gemeinsamen Proberaum.
Euer erst vor wenigen Tagen veröffentlichtes Album trägt den Titel “Hunger“. Auf dem Cover Messer, Gabel und ein Teller, auf dem ein Fötus liegt. Was soll der Albumtitel mit dem dazugehörigen Bild ausdrücken?
Das Cover stellt natürlich auf den ersten Blick eine Provokation dar – jeder kann und soll individuell interpretieren! Das Messer beispielsweise ist, wenn du genau hinsiehst, kein normales Messer sondern ein Butterfly mit integriertem Schlagring. Das symbolisiert in der Konfrontation mit dem nackten, wehrlosen Fötus eine passive Gewalt von außen. Als Betrachter erhältst du durch die Positionierung von Messer, Gabel und Teller gleichzeitig eine unterschwellige Einladung nach selben zu greifen – Du selbst hast es also in der Hand, ob du diese symbolisierte Gewalt aktiv greifst und gegen die eigene Spezies einsetzt oder nicht! Gleichzeitig ist der Tisch mit einem Fötus aber nicht allzu erhaben gedeckt. Auf Dauer wird dich das als interpretierte Nahrungsquelle zwar am Leben erhalten, dennoch wirst du aber unter akutem Hunger zu leiden haben. Genauso gut kannst du das auch mit der unbändigen Gier des Kapitalismus gleichsetzen! Auf noch anderer Ebene treffen wir uns im kommerziellen Ernährungssystem wieder. Mal im Ernst! Opfert sich die Menschheit mit zunehmendem Einfluss von Genfood, Nahrungsersatzstoffen, Kunstkäse, Klebefleisch, Gammelfleisch usw. auf Dauer nicht selbst? Zur noch tiefgründigeren Interpretation sei an dieser Stelle das Stichwort Monsanto & Co eingeworfen! Ein Fötus auf einem Teller trägt primär die Symbolik von Opfergaben; auf einem Teller mit Instrumenten der menschlichen Zivilisation – also Messer und Gabel. Bei all der Interpretationsfülle reduzieren sich die Kritikpunkte immer wieder auf drei Dinge: Macht, Hunger und Gewalt! Wobei Hunger als solcher immer auch Zwang bedeutet. All diese Dinge gilt es als Kreislauf zu begreifen! Wenn du der gesellschaftlichen Jugend Leid zufügst, wird sie wiederum ihrer eigenen Leid zufügen. Man schaue in diesen Tagen einfach kurz nach Griechenland, England oder Chile! Die Leute beginnen auszurasten. Letztlich ist der kleine Mann für den großen, fetten Fresssack hinter dem Teller nichts anderes als ein Spielball – also eine Ware! Eine Ware die ihn ernährt und weitere Fettringe ansetzen lässt! Schau dir die Welt dort draußen an! Dort wird so lang gefressen, bis sich mit einem Bombenhagel über den gesamten Globus erbrochen wird. Wenn die breite Masse nicht endlich aufwacht und begreift, dass wir genau JETZT Veränderung brauchen, opfert sie sich für das Wohl einer stark limitierten Elite selbst! Um es kurz zu machen ist das Covermotiv ein inhaltlich immer wiederkehrendes Thema bei FREI SCHNAUZE!: Das Individuum, das zum Opfer einer menschenverachtenden Gesellschaft geworden ist. Die schwächsten Mitglieder der Zivilisation sind die Ungeborenen – deshalb der Fötus. Was siehst du denn in diesem Cover?
Tja, etwas, das Ihr schon ganz gut umschrieben habt. Etwas, das wir nicht essen sollten, aber schon längst angeschnitten haben, um meinen ersten Eindruck mal mit einem Satz zu umschreiben.
Eure textliche Angepisstheit kommt sicher nicht von ungefähr. Es hat zeitweise den Anschein, als würdet ihr an der kompletten Menschheit verzweifeln. Seht ihr bei aller Kritik auch Dinge, die Euch zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer geben? Vorkommnisse, bei denen ihr das Gefühl habt, es geht auf- und nicht abwärts?
Natürlich gibt es das! Allerdings sind das in unserer heutigen Welt nur winzig kleine Funken die leider viel zu schnell wieder erlöschen. So bescheuert das vielleicht klingen mag, freut es beispielsweise zu sehen, dass selbst die Spießerschaft in Baden Württemberg durch ein paar Spritzer vom Wasserwerfer und drei Knüppeln im Kreuz plötzlich aus ihrem Traum der schönen heilen Welt aufgewacht ist. Der Protest gegen die bestehenden Verhältnisse nimmt weltweit zu. Das erfreut uns! Wir betrachten in unseren Texten im Endeffekt die geopolitische Entwicklung und nicht das winzig Kleine als solches. In diesem Kontext überwiegt aktuell ganz einfach ein riesen Haufen Scheiße, egal wohin man blickt! Mal davon abgesehen gibt es mehr als genügend Bands, die sich mit belanglosem Scheiß wie Saufen, Party und Liebesschnulzen beschäftigen. Das sind sicherlich spaßige und wichtige Momente, die auch wir gern exzessiv ausleben. Aber darüber müssen wir in unserer Interpretation keine Texte schreiben! Darüber zu texten käme auf das Gleiche hinaus als würden wir darüber singen, dass uns kalter Kaffee nicht schmeckt. Das Leid der dahinter stehenden Kaffeebauern zu thematisieren erscheint uns im globalen und gesellschaftlichen Kontext dabei weit wichtiger als Pillepalle in die Texte zu pressen! Musik ist ein Sprachrohr der Kunst! Und Kunst hatte schon immer die Pflicht zum Denken zu animieren, Fragen aufzuwerfen und die Dinge beim Namen zu nennen! Aus kommerzieller Sicht wäre es einfacher die angenehmen Dinge des Lebens zu besingen, dann würde man nicht anecken und sich einen größeren Hörerkreis erschließen. Allerdings sehen wir auch die Notwendigkeit Pausen vom ständigen Scheißefressen zu nehmen, weshalb es im aktuellen Album auch einen musikalisch-spaßigen Song zu ernsthaftem, sarkastisch-ironischem Text gibt. Die Spaßfraktion unter den Hörern soll schließlich nicht zu kurz kommen.
Mit vielen Zeilen lasst ihr tief in eure Gefühlwelt blicken. Seht ihr eure Texte und die Musik auch als eine Art Ventil, um Druck abzulassen und an den Umständen nicht zu platzen? Oder ist es vielleicht sogar ein Stück weit Eigentherapie, um die oft auftretende Ohnmacht, die ja jeder von uns kennt, endlich durch kämpferischen Einsatz zu besiegen?
Wir sind mit im Schnitt fast 30 Jahren ja allesamt nicht mehr die Jüngsten. Früher war ein Großteil von uns politisch noch deutlich aktiver. Unser Ventil war es damals also über gehörigen Aktionismus Frust abzubauen und Protest zu äußern. Im Laufe der Zeit ändern sich bekanntlich einige Ansichten. So zum Beispiel auch die Frage nach der bestmöglichen Öffentlichkeit für das Benennen von Problemen, Unmut und Frustration! Im Laufe der Zeit hat sich das teilweise von der Straße auf die Bühne verlagert. Wer uns im direkten Anschluss nach Konzerten mal im Backstage erlebt hat, weiß beispielsweise wie Falk und Thommäs von der Bühne kommen: Vollkommen verausgabt und nach Luft ringend – Wir spielen die Musik nicht nur, sondern wir leben und vor Allem fühlen sie auf der Bühne auch! Vom Herzen ins Mikro! Ohne Umschweife! Es ist erschreckend wie viel Wut sich in 45 Minuten Show aufbauen kann, gleichzeitig aber auch erstaunlich wie viel Last ein Herausschreien von Problemen nach den Shows von einem fallen lässt! Insofern ist das mit aller Deutlichkeit ein Ventil! Oft aber noch immer ein zu kleines. Eigentherapie ist vielleicht zu hoch gegriffen, wobei aber auch nicht abgestritten werden kann, dass es die Seele rein wäscht die ganze alltäglich empfundene Ohnmacht auf Papier zu bringen. Wie geschrieben: Wir LEBEN unsere Musik! Sie ist Teil von uns und wir Teil von ihr!
Ihr habt zwei Sänger und bis auf wenige Ausnahmen entstehen eure Texte auch ausschließlich aus der Feder der Beiden. Nickt der Rest immer ab oder gibt’s auch Texte, wo schon mal Bandintern Kritik oder Verbesserungsvorschläge geäußert werden und umgeschrieben werden muss?
Meistens entstehen zu Beginn eines neuen Textes nur Fragmente, die dann auf instrumentale Fragmente treffen. Der Rest entsteht dann Stück für Stück drum herum. So wie auch in der instrumentalen Gestaltung intervenieren alle Bandmitglieder an jeder beliebigen Stelle. Wir agieren als Einheit und sind erst dann zufrieden, wenn alle Bandmitglieder zufrieden sind. Borch beispielsweise hat immer wieder gute textliche Einfälle und gelungene Einwürfe. Oft sitzen unsere Schreiberlinge auch in den Proben und fragen nach möglichen, weiterführenden Reimen, nach den individuellen Interpretationen der anderen Mitglieder oder aber nach etwaigen Änderungen. Das hat den Vorteil, dass das Gesamtergebnis das Denken und Fühlen vieler kommuniziert und damit auch einen breiteren Rahmen der Unterzeichner unseres Protestes findet. Das gleiche Prinzip greift auch bei den instrumentalen Kompositionen. Hier prallen insgesamt fünf Genres aufeinander, die alle miteinander vereint werden wollen. Oft führt das auch zu intensiven Diskussionen und Streitigkeiten, die im Anschluss an die Proben aber gern mit einem Bier am Tresen wieder vom Tisch gewischt werden. Der Bandname „FREI SCHNAUZE!“ wäre wohl auch ein wenig verlogen, würden wir alle nach der Pfeife eines Einzelnen tanzen. Der Name ist nicht nur Konzept, sondern auch Programm!
Man erzählt sich, dass eure privaten Musikgeschmäcker sehr unterschiedlich sind, weshalb jeder seinen ganz eigenen musikalischen Einfluss und sein Lieblingsgenre mit in die Songs einbringt. Das sorgt natürlich für reichlich Abwechslung, nur könnte man auch dadurch auch annehmen, dass sich die Komposition neuer Songs länger als üblich hinzieht oder sich auch mal als äußerst schwierig gestaltet.
Das haben wir ja gerade schon zur Hälfte beantwortet. Neben den bereits benannten Schwierigkeiten innerhalb der Komposition, fressen neue Songs oft wahnsinnig viel Zeit und Energie. Für das aktuelle Album haben wir insgesamt 2,5 Jahre gebraucht. Gut Ding will eben Weile haben! Somal wir uns im Songwriting immer erst zufrieden geben, wenn in unseren Augen jeder einzelne Song das Potential hat ein eigenständiger Hit zu werden. Aus demselben Grund fliegen auch immer wieder halbfertige Songs aus dem Programm. Songs wie „Der eigene Tod“ oder „Hunger nach Gewalt“ standen z.B. schätzungsweise an die anderthalb Jahre in der Warteschleife… Ein jeder hat da so seine Visionen, die teils heftig diskutiert werden (müssen).
Habt ihr zuvor schon in anderen Bands Erfahrung gesammelt oder seid nebenbei noch in anderen Bands aktiv?
Ja. Jeder von uns hat inzwischen knapp zehn Jahre Bühnenerfahrung auf dem Buckel. Butthead spielte früher zeitweise in einer Gothicband, Oigen bei Flying Shit, Borch war eine Art Wandermusiker und Bluesgitarrist bei Paddelveranstaltungen, Falk sang zuvor bei TenSing und tourte damit durch Deutschland, Alex und Thommäs entstammen ursprünglich aus den Essensresten. Irgendwann fanden wir uns alle im Kellerpunkbandprojekt OTP zusammen, lösten selbes auf und gründeten FREI SCHNAUZE! Alex spielt nebenbei zusätzlich bei Nordwand. Wie auch immer er das zeitlich überhaupt gebacken bekommt.
In eurer Bandinfo kann man die Ansage lesen, dass ihr nicht zu den kapitalistischen, dreckig kommerziellen Kapellen gehört. Von Kommerz hat sicher jeder ein eigenes und somit anderes Verständnis, deshalb die Frage, wo ist für euch die Grenze zum Kommerz überschritten?
Wir gönnen es jeder Band, die es schafft von ihrer Musik zu leben oder zumindest nichts mehr drauf zahlen muss um zu existieren! Spätestens jedoch dann wenn Punkbands fünfstellige Gagen abverlangen und diese auch noch ausgezahlt bekommen läuft etwas falsch. Für uns ein Grund entsprechende Veranstaltungen, Bands und Organisatoren kritisch zu betrachten. Selbst vierstellige Gagen sind oft äußerst fragwürdig. Kommerz ist ja bekanntlich ein dehnbarer Begriff. Vor Allem innerhalb der Punkszene. Da ist schnell jede zweite Band mit einem Kommerzvorwurf behaftet. Grundsätzlich interpretieren wir als kommerziell-motivierte Bands diejenigen, die Musik nur noch aus Businessgründen heraus spielen. Musik muss in unseren Augen vom Herzen kommen. Ob das zutrifft kann man Bands auf den Bühnen dieser Welt in der Regel auch ansehen! Kommerz bedeutet für uns ebenfalls einen Verlust der eigenen Wurzeln. Wenn Bands beispielsweise nicht mehr bereit sind für Solizwecke kostengünstige Konzerte zu spielen, ist die kommerzielle Grenze eindeutig überschritten! Einen kommerziellen Veranstalter mit höheren Gagen als gewöhnlich abzuzocken ist das Eine, nonkommerziellen Veranstaltern aber aus Prinzip nicht entgegen kommen zu wollen das Andere. Kein Wunder wenn die Shows am Ende für das Publikum arschteuer und kaum noch finanzierbar werden! Kein Wunder wenn immer weniger Veranstalter bereit sind Konzerte zu organisieren, weil am Ende nichts mehr hängen bleibt! Kein Wunder wenn die Szene schrumpft, weil ein paar wenige den Hals nicht voll genug bekommen! Bemerkenswerterweise sind viele ausländische Größen der Punkszene günstiger als die Mittelklasse in Deutschland. Da muss man sich zwingend Gedanken über die eigene Subkultur machen! Die Grenze ist also überschritten, wenn man Identitäten und Interessen verleugnen muss, damit mehr Geld in die Kasse kommt. So sieht es aus! Traurig aber wahr!
Wer oft im Internet unterwegs oder bei Facebook angemeldet ist, der hat von dem Trubel um euer T-Shirt sicher etwas mitbekommen. Um es noch mal zurück in Gedächtnis zu rufen. Ihr habt aufgrund euers Band-Shirts mächtig Ärger mit der FREI.WILD GbR bekommen. Wie ist der aktuelle Stand der Dinge?
Der aktuelle Stand der Dinge ist, dass es keine Neuigkeiten gibt. Wir warten momentan auf eine Beantwortung unseres Entgegnungsschreibens. Bisher ohne Reaktion. Die Gegenseite schweigt sich gekonnt aus. Vielleicht hat der überwältigende Aufschrei innerhalb der Szene, die unzähligen Soliaktionen und die Berichterstattungen weit über das Punkmilieu hinaus ja wirklich etwas gebracht. An dieser Stelle möchten wir nochmals allen danken, die uns solidarisch unterstützt haben! Selbst innerhalb Südtirols berichteten mehrere Blogs und Onlinezeitungen kritisch über dieses Thema. Uns erreichten Mails von Bands die mit besagten Herren auf dem Wacken spielten, mit der Bitte ihnen eines der Shirts zukommen zu lassen damit sie ihren Protest auch visuell auf der Bühne zum Ausdruck bringen können. Das Gleiche geschah bezüglich des Summerbreeze Open Airs. Selbst Besucher der E&L Rocknacht baten darum (was wir nur bedingt nachvollziehen können). Nordwand änderten ihr Bühnentransparent in “Nord.Wand” mit dem Hinweis “Verklagt uns doch!”, auf diversen Festivals wurden von der Bühne Ansagen gegen die röhrende Fraktion gebracht und und und… Das Ganze hat mehr als kuriose Ausmaße angenommen und wir hoffen von den Herren nie wieder etwas hören zu müssen. Aktuell steht das aber leider noch immer in den Sternen. Ist ja auch noch nicht sooo lange her. Thor Steinar hat sich in ihren Abmahnungen beispielsweise gern bis zu 3 Monaten Zeit gelassen um sich wieder zurück zu melden. Wir machen also weiter wie gehabt und warten auf das was kommt!
Das Hintertürchen für angeblich unpolitische oder politisch fragwürdige Bands wird von vielen Konzert- oder Festivalveranstaltern gerne mal offen gelassen. Und immer wenn man sich denkt, es findet ein Umdenken statt, spielt Band X plötzlich mit Band Y gemeinsam auf Festival Z. Man hat auch das Gefühl, dass viele super damit klarkommen, zu einen linke und zum anderen rechtsoffene Musik gleichermaßen abzufeiern.
Das Problem daran ist doch eigentlich viel eher, dass der Großteil den Begriff der Rechtsoffenheit nicht richtig versteht. Nur weil jemand als rechtsoffen betitelt wird, bedeutet das noch lange nicht, dass man ihm den Stempel „Nazi“ auf die Stirn setzt. Da ist ja noch immer ein (kleiner) Unterschied. Leider raffen das viele Leute nicht und überreagieren in diesem Kontext. Entsprechend wird dann aus Protest auch gern und schnell auf stur geschaltet und nicht weiter zugehört. Es gibt Bands, die sich bei zweifelhaften Veranstaltungen auf die Bühne stellen um lautstarken Protest gegen entsprechende Rechtsoffenheit zu äußern. Andere Bands sagen gar nicht erst zu. Andere halten einfach ihr Maul. Was nun der richtige Weg ist muss jeder für sich entscheiden. Vielleicht gibt es da auch gar nicht DEN richtigen Weg. Vielleicht muss man das von Fall zu Fall immer wieder neu abwägen. Es muss ja niemand einer politischen Richtung angehören, aber den gesunden Menschenverstand besitzen um zu wissen das Nazis scheiße sind! Man muss nicht zwingend aktiv antifaschistisch sein um zu wissen auf welcher Seite man NICHT steht! Wenn ich das nicht raffe weil mir rechts nicht gefährlich genug erscheint, dann muss ich mich notgedrungen auch mit entsprechenden Vorwürfen konfrontieren lassen. Von diesen ganzen Punkten aber mal abgesehen gibt es aus veranstalterischer Sicht nur einen einzigen Grund für das Buchen solcher Bands: Es ist lukrativ! Good Night White Pride!!!






Geiles Statement!
Fight the white pride!!!