DEAR HEARTS – GRAB MY HAND

DEAR HEARTS – GRAB MY HAND
(Eigenproduktion)

Aus Belgien stammen die DEAR HEARTS und präsentieren uns mit der vorliegenden Veröffentlichung, nach einer EP aus dem Jahr 2010,  ihr erstes komplettes Studioalbum. 12 Tracks befinden sich auf der Scheibe, die im schönen Digipack daher kommt und in Eigenregie veröffentlicht wurde.

Die Belgier spielen astreinen, melodischen Ami-Punk, gespickt mit vielen Chören. Tja, solche Bands gibt es ziemlich viele, und hier aus dem Einheitsbrei heraus zu stechen will den DEAR HEARTS nicht so recht gelingen. Aus objektivem Blickwinkel kann man dabei aber nicht einmal viel bemängeln, denn die Produktion ist sauber und stimmig und die Songs sind gut aufgebaut und strukturiert. Die Texte, die allesamt in englischer Sprache verfasst sind, bieten zwar nicht viel neues, sind aber lyrisch ausgereift. Erzählt wird persönliches und alltägliches, mal etwas melancholischer, mal etwas kritischer. Leider kratzt man dabei eher an der Oberfläche, als den Finger direkt in die Wunde zu legen. Und das ist auch das Hauptproblem dieser Scheibe. Man gibt sich viel zu brav und irgendwie zu gleichförmig. Man will, aber traut sich nicht so recht. Nach wenigen Minuten rauschen die Songs daher immer schneller an einem vorüber, ohne irgendwie hängen zu bleiben. Es befindet sich kein richtiger Hit auf der Scheibe, der so richtig knallt. Alles wirkt konform, auch wenn die Melodiebögen noch so toll sind. Dadurch verkommt die CD im Laufe der Zeit leider immer mehr zur Hintergrund-Musik, die keinem weh tut.

Viel Mühe haben sich die Musiker mit der Platte gegeben, das steht außer Zweifel. Aber man orientiert sich doch zu sehr an den eigenen Vorbildern, wodurch die eigene Note fehlt. Und ein bisschen mehr Aggression würde auch nicht schaden. Wer sich vor dem Kauf ein Bild machen und sich das Album als Livestream rein ziehen will, für den haben die DEAR HEARTS die komplette CD hier bereitgestellt: www.punknews.org/bands/dearhearts. Mirko

www.dearheartsmusic.com