ROGUE STEADY ORCHESTRA – LIVETICKER ZUM AUFSTAND

ROGUE STEADY ORCHESTRA – LIVETICKER ZUM AUFSTAND
(Twisted Chords)

Yeah! RSO schmecken mir, und das nicht erst seit heute, sondern seit dem Zeitpunkt, als das Vorgängeralbum “Ein Drittel Angst, zwei Drittel Wut“ als Untermieter in meine Gehörgänge eingezogen ist, also ungefähr seit 3 Jahren. Jetzt gibt’s 13 neue Songs auf die Ohren, die nahtlos an das starke vorherige Material anknüpfen.

Um ein weiteres Instrument (Orgel) aufgestockt, vollzieht die 10köpfige Kapelle einen Spagat zwischen Ska, Punk und Rocksteady, welcher hervorragend funktioniert. Auch der mehrstimmige Gesang weiß zu überzeugen, obwohl man die Frauenstimme ruhig noch öfter hätte mit einbauen können. Politisch interessiert und besorgt, greifen die Göttinger viele kritische Themen auf und besingen sie auf ihre Art und Weise, was heißt, ohne Plattitüden, aber mit Hirn, Herz und Verstand. “Patria & Idiot“ (kein Schwenk runter auf Lahm, der singt ja eh gar nicht mit – großartig), “Heiner Geißler“, “Shells Bells“,  “Schaffland deutscht sich ab“ oder die Überhits “Das Knacken in der Leitung“, “Jens und Ute“ und “Koi Polloi“, musikalische oder textliche Schwachstellen sind nicht auszumachen, weil es einfach keine gibt.

Was SLIME früher für die deutsche Punkszene war, das könnte (und sollte) das ROGUE STEADY ORCHESTRA für die Ska-Punk Szene werden (wenn es nach mir gehen würde). “Der Liveticker zum Aufstand“ spricht mir aus der Seele und geht mir bei aller Tanztauglichkeit weniger in die Beine, sondern viel mehr ans Herz und in den Kopf, aber wie war das bei “V wie Vendetta“ noch mal? “Eine Revolution ohne Tanzen, ist eine Revolution die sich nicht lohnt!“ Steff

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