GUMBLES vs. BERLINER WEISSE – OI VISION SONG CONTEST

GUMBLES vs. BERLINER WEISSE – OI VISION SONG CONTEST
(Puke Music)

GUMBLES und BERLINER WEISSE kennt man ja, schließlich spielen sie nicht nur in der ersten Oi! Punk Liga, sondern gehören auch zu der Sorte von Bands, die sich nicht davor scheuen, Flagge zu zeigen (Skinheads gegen Rassismus u.ä.). Die guten Beziehungen, die zwischen beiden Band bestehen, werden auf dieser Platte mit einem kleinen freundschaftlichen Battle vertieft, denn beide treten an zum Oi Vision Song Contest. Im Repertoire jeweils 6 Coversongs (4 aus dem Schlager/Popbereich und 2 von der Band gegenüber).

Die GUMBLES dürfen zuerst die Bühne betreten und beschränken sich bei ihren ersten 2/3 ausschließlich auf die Aufarbeitung von DAVID HASSELHOFF Stücken, natürlich inkl. der Welthits „Looking for Freedom“ und „Crazy for you“. Außerdem noch im Programm „Hot Shot City“ und „Du“, bei denen ebenfalls DAVID HASSELHOFF als Interpret vermerkt ist, aber beim Song „Du“ muss ich mal Einspruch erheben. Mag sein, das David das mal gesungen hat oder vielleicht sogar glaubt (ähnlich wie beim Fall der Berliner Mauer) dafür verantwortlich zu sein, aber soweit ich mich erinnere, stammt dieses Stück von Schlagerkanone PETER ORLOFF (soviel zu meinem Insiderwissen aus der Schlagerbranche). Die GUMBLES beenden ihren Auftritt mit den BERLINER WEISSE Songs „Haltet die Welt an“ und „Schlüpfer“. Die Berliner wildern schließlich bei MATTHIAS REIM (Verdammt ich lieb Dich), DIE PRINZEN (Alles nur geklaut), DIE FIRMA (Nur die Eine) und RIO REISER (König von Deutschland), bevor sie sich zum Schluss bei ihren Gegenübern mit „Long Johnny“ und „Zu alt zum Pogo“ revanchieren.

Die Punkteverteilung haben die Bands selbst übernommen und sich ironisch für jeden Song 0 Points zugeschoben. So gibt es einen Gleichstand und man setzt nicht die gute Freundschaft auf´s Spiel. Neu ist die Idee natürlich nicht und das Ganze erinnert auch ein wenig an die Punk Chartbusters Reihe, aber die komplette Aufmachung und der Titel kommen schon gut. Dazu ist es unterhaltsam, die Songs mal in einem anderen, groben Gewand zu vernehmen. Wer es aus dem humorvollen Blickwinkel betrachtet, der dürfte wohl am ehesten auf seine Kosten kommen, denn es ist zwar „Alles nur geklaut“, aber einfach erfrischend umgesetzt. Spike

www.myspace.com/diegumbles
www.berliner-weisse.com