DRECK AM STECKEN – VERSUCHSOBJEKT

DRECK AM STECKEN – VERSUCHSOBJEKT
(Pest & Cholera Records)

Heulende Sirenen leiten das zweite Album der Hamburger Punkband ein, denen 18 Tracks folgen. Die Musiker scheinen mit den D-Punk Bands der Achtziger groß geworden zu sein, jedenfalls haben sie sich von ihnen eine gute Scheibe abgeschnitten.

Textlich geht’s sehr engagiert zur Sache. Mit Ausnahme von ein paar witzigen Texten werden einige Kübel Kritik durch die Luft gewirbelt. Ich muss gelegentlich an alte POPPERKLOPPER oder auch MOLOTOW SODA denken. Leider wurde die Platte ein bisschen dünn abgemischt, der Bass wirkt auch oft zu hintergründig und beides zusammen geht ein wenig auf Kosten der Aggressivität, welche die Texte noch deutlicher unterstrichen hätte. Cool sind die Gitarrenspielereien zwischendurch, die immer wieder kleine melodische Akzente setzen. Auch die Umsetzung der beiden Coversongs von RAZZIA (Abschaum erwache) und CANALTERROR (Saufbauch) kann als gelungen bezeichnet werden.

Es gibt ein wenig Schatten, aber die sonnigen Momente überwiegen. Wer „nicht bis zur völligen Erschöpfung geleckt und gebügelten D-Punk“ mag, bekommt ne´ recht schmackhafte Mahlzeit vorgesetzt und der Tisch ist mit so vielen Stücken auch reichlich gedeckt. Spike

www.myspace.com/dreckamstecken