KOMMANDO PETERMANN – ANGST UND SEHNSUCHT

KOMMANDO PETERMANN – ANGST UND SEHNSUCHT
(Nebula Fünf Enterprises Int.)

Aus dem lustigen Köln stammt diese Fünf-Mann-Combo und präsentiert hier ihr Debüt mit dem gar nicht so lustigen Titel ‘Angst und Sehnsucht’. Wie immer denkt man bei Punk aus Köln an die einschlägigen Gruppen, die offensichtlich auch hier einen starken Einfluss haben.

Wie der Titel schon verrät, schwelgen die Texte meist in diesem Bereich herum und spielen mit diesem Thema und seinen Klischees. Ein leichter Emo-Einschlag ist dabei natürlich nicht zu überhören. Trotzdem sind die Themen ganz lustig verpackt, so dass man nicht in Depression verfallen muss. Das ist zum Teil fast schon Sarkasmus mit einem Hang zum gewollten Trash. Das Niveau ist allerdings nicht immer auf einem gehobenen Level und man scheut sich nicht davor, auch mal banales von sich zu geben. Formal sind die lyrischen Alltagsgeschichten allerdings gut umgesetzt. Auch musikalisch passt das ganz gut zusammen. Man bewegt sich meist im melodiösen Midtempo Bereich und der Charme des Einfachen kommt gut zur Geltung. Allerdings kann man über eines beim besten Willen nicht hinweg hören. Sogar meine Mitbewohnerin kam extra rüber um mir zu sagen, was mir schon selbst aufgefallen war: Der ‘Gesang’. Beim ersten Song noch erträglich, reihen sich immer mehr schiefe Töne aneinander, oder sollte das etwa Absicht sein? So gehen nämlich einige Melodien, die ganz nett gewesen wären, sprichwörtlich Flöten. Sehr schade, denn die Songs sind eigentlich ganz gut arrangiert. Ganz schlimm ist das bei dem, glücklicher Weise, einzig englischen Song, da zusätzlich die Aussprache noch zu wünschen übrig lässt.

Eigentlich wäre dieses Album ganz gut hörbar, denn die Emo-Punk-Trash-Mucke läuft ganz gut rein und auch wenn man sich textlich manchmal Belanglosigkeiten widmet, kann man auch hier öfters punkten. Leider zieht der auf Dauer wirklich nervtötende Gesang das Gesamtprodukt gewaltig nach unten. Mirko

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