DAMPFMASCHINE – BETE ZUR MASCHINE

DAMPFMASCHINE – BETE ZUR MASCHINE
(Redfield Records)

Blicken wir noch mal kurz ein DAMPFMASCHINE Album zurück. Die Osnabrücker Kapelle spielt völlig unbekümmert einen Tonträger in einem einzigen Take ein, die Kritiker stimmen Lobeshymen darauf an und die Rockstarprominenz um BELA B. sieht in den dampfenden Maschinen eine der besten deutschsprachigen Rockbands und verpflichtet sie für 2 Abende als Vorband der ÄRZTE. Alles richtig gemacht und das trotz ständiger gesundheitlicher Rückschläge, wie z.B. dem Verlust eines Fingers, Oberarmbruch oder kaputter Bandscheibe, aber wer an und mit der Maschine arbeitet, der weiß, wo gehobelt wird, da können Späne fallen.

Späne ist gefallen und trotz allen Umständen entstand ein neues DAMPFMASCHINE Album, das auf den Namen “Bete zur Maschine“ hört. Diesmal nicht mehr ganz so abgedreht in einer Sitzung aufgenommen, sondern mit etwas mehr investierter Zeit. Ungestüm und unberechenbar klingt es trotzdem, unverwechselbar DAMPFMASCHINE. Deutschsprachiger Rock, aber auf keinen Fall Deutschrock, eher Hardrock mit deutschen Texten und vielen bunten Pillen im Whiskeyglas. Bands wie TURBONEGRO haben hier u.a. ihre Spuren hinterlassen, wenngleich der Dampf, der hier aus der Maschine austritt, wirklich nur schwer Vergleichbar ist und eine ganz eigene Marke hat. Live sprüht das sicherlich noch mehr Funken als auf Platte, wenn nackte, verschwitzte Oberkörper und 3-Tage Bärte aneinander reiben.

Es darf in “Stress“ und “Hektik“ ausarten, wenn “Hans Dampf“ dafür sorgt, dass “Herzen Bumm machen“. Wenn es zu heftig wird, dann hilft nur noch eins: Schnauze halten – Hände falten! Steff

www.immerdampf.de