BAD DREAMS ALWAYS – 20 CENTURIES OF HATE

BAD DREAMS ALWAYS – 20 CENTURIES OF HATE
(Anarkopunk Records)

BAD DREAMS ALWAYS stellen sich selbst als “brutal hate-core” vor, was ich eher als subjektive Einschätzung der Grundstimmung denn als kategorische Einordnung in das gleichnamige Genre ansehen würde. Was mir hier um die Ohren gehauen wird ist einmal mehr, meist weniger melodisches Gitarrengeholze, wobei eben jene Gitarren eigentlich nur eine Gitarre sind/ ist, wie auch immer, und sich mir ernstlich die Frage aufdrängt, wie die Songs auf der Bühne gespielt werden sollen. Hier wird geschrammelt und gebrüllt, mal grindig, mal metalig, mal mit moshigem Hatecoreanteil.

Insgesamt hat man sich hier alle Mühe gegeben, brutal, hart und druckvoll zu klingen. Leider ist aber die Aufnahmequalität dermaßen bescheiden, dass das Ganze klingt, wie mit nem Dosentelefon aufgenommen. Außerdem fehlt den Musikern offensichtlich die notwendige Präzision, die von Nöten wäre, um das Ganze ausgereift klingen zu lassen. Leider liegen mir hier auch keine Texte vor, sodass mir die Möglichkeit verwehrt wird, eine Aussage zu deren Inhalt zu treffen. Das Ganze kommt im Digipack mit Fotos und Musikvideo, was generell als Pluspunkt von mir gewertet wird, das Video kann man dann mögen oder nicht, es gibt auf jeden Fall die szeneüblichen Splattergeschichten in Kombination mit Krieg und Livemitschnitten.

Fazit: Dafür, dass die Herren bereits seit ´88 Mucke machen, klingt das Ganze doch ziemlich dürftig, die Aufnahmequalität lässt sehr zu wünschen übrig und die Songs sind reichlich wenig strukturiert. Das ist was, was mir generell ziemlich auf den Keks geht, auch bei Grind- und Blastbeatbands, da können dann die Herren von B.D.A. bei mir auch keinen Blumentopf gewinnen. Allerdings weiß ich, dass es relativ viele Leute gibt, die auf so nen Kram stehn. Die können dann ja mal reinhören. Tammo

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