V.A. – SKANNIBAL PARTY 10
(Mad Butcher Records / KOB Records)
Jubiläum! Es ist die zehnte Skannibal Party, die gefeiert wird. Dazu versammeln sich wieder allerhand Ska-Bands (dreiundzwanzig) aus aller Welt. Vom hohen Norden aus Schweden und Dänemark, runter nach Deutschland und rüber in die Niederlande, dann ab über die Alpen nach Österreich und Italien und schließlich noch weiter gen Süden nach Spanien und Katalonien, und zwischendurch Malta nicht vergessen. Dann noch mal hoch auf die Insel nach England und über den großen Teich nach Brasilien und von dort über die USA wieder ganz hoch nach Kanada. Nette Rundreise, oder?
Die Bands bevorzugen verschiedene Spielweisen des Ska, von traditionellem bis zu hin zu modernem Ska reicht die Palette, auch Reggae rutscht gerne mal mit rein. Zuhause im Digi-Pack mit großartigem Cover im Comic-Style, welches zwei Jamaikaner zeigt, die zwei Nazis für das Skannibal Jubiläum als Tortenbelag missbrauchen und dem einen 10 Kerzen in den Arsch gesteckt haben, die sie genüsslich auspusten. Damit wird dargestellt und darauf hingewiesen, woher diese Musik stammt und wer kein Anrecht hat, diese für seine Zwecke zu benutzen. 10 große Sylvesterböller hätten sich übrigens auch gut im Arsch des Hitlerverschnitts gemacht ;- )
Der Sinn und Zweck dieser CD ist super, auch das man hier 23 Bands für wenig Geld bekommt, dürfte die Ska-Freunde freuen, die bestimmt so einige Entdeckungen machen werden. Für mich geht das nur hin und wieder mal, und wenn auch nur in Maßen. Das hier ist eindeutig Übermaß, zuviel Ska-Input auf einmal für mich. Andere wird´s freuen! Steff





Ach Tori, bevor du hier trollst, schaff dir doch bitte das nötige Grundwissen drauf. Tipps zum Nachforschen: Kolonialismus, Völkerschau, rassistische Karikaturen und Darstellungen (Golliwog, Pickaninny, Sambo, Blackface uvm.). Dann reden wir weiter.
Flo, und was wäre, wenn es ein weißer Kannibale gewesen wäre? Wäre doch dann auch rassistisch, oder?
Und im Grunde genommen sind wir doch alle Kannibalen?
Auch wenn mein erster Kommentar hierzu gelöscht wurde, muss ich noch einmal das offensichtlich rassistische Cover kritisieren, das hier niemandem übel aufstößt. Wenn ein Schwarzer als Kannibale im Baströckchen und mit Knochen in der Nase dargestellt wird, ist das inakzeptabel, auch wenn das Opfer ein Nazi und das Cover doch “lustig gemeint” ist.
Genau das gleiche, großartig rassistische Cover wie bei allen vorherigen Teilen der Samplerreihe. Warum fällt das hier keinem auf? Arm!