FLOGGING MOLLY – SPEED OF DARKNESS
(Borstal Beat Records)
3 Jahre haben sich die anglo- irischen Bastarde von FLOGGING MOLLY Zeit gelassen- und sie haben die Monate gut genutzt. Mit „Speed of Darkness“ ist der Band ein neuer Irisch Folk Hammer gelungen, der sich in nahezu Endlos- Rille in meinem Audiosystem dreht. Klar, Folkpunk erlebt zurzeit eine Renaissance, man mag ja fast glauben, dass überall ein Kleeblatt-Troll von der grünen Insel um die Ecke lugt. Wie man es nimmt. FLOGGING MOLLY heben sich ja seit jeher angenehm aus der Masse ab und haben meiner Meinung nach das Flaggschiff der Branche, die MURHPYS, schon längst hinter sich gelassen. Auf „Speed of Darkness“ rufen sie noch einmal die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise musikalisch ins Gedächtnis, ohne dabei in jämmerlichen Pathos zu verfallen, den man ja gerade bei Bands aus „God’s own country“ gerne findet.
Musikalisch sehr nah am ursprünglichen Folk orientiert, bringen FLOGGING MOLLY es fertig, den Spagat zwischen schneller, tanzbarer Musik und Traditionalität zu wahren. Und Tradition schlägt bekanntlich jeden Trend. Für den jugendlichen Anhänger Bostoner Kapellen nur bedingt geeignet, für den reiferen Hörer mit Affinität zu den POGUES ein Muss. Für mich einfach ein Album, über das man nicht viele Worte verlieren braucht. Es ist einfach komplett rund und macht Spaß. Volle Punktzahl.
Aber, liebe Mollys: Sucht Euch einen anderen Promo- Typen- das peinliche Infoblättchen inklusive vorgefertigtem Review will kein Mensch. Denn wegen solch überheblichen Aussagen, wie ich sie dort gelesen habe, ist schon so manche Kritik ins Gegenteil umgeschlagen. Und: seit wann gibt’s denn noch den Terminus „Westdeutschland“?- Spielt Ihr nicht in der DDR? Anspieltipps: Speed of Darkness, Revolution, The Heart of the Sea, Don’t shut em Down, The Power’s out, So sail on, Saints and Sinners, Present State of Grace, Oliver Boy, Rise Up. Rübi




