CIVET – LOVE & WAR

CIVET – LOVE & WAR
(Hellcat Records)

CIVET, angeführt von den Schwestern Liza und Suzy, sind spätestens mit diesem Album keine reine Frauenband mehr. Sie sollen auch nicht so einfach sein, die beiden Schwesterherzen an den Gitarren, da ist es kein Wunder, dass am Bass und am Schlagzeug schon mal häufigere Wechsel stattfinden. Sind ja bis jetzt auch nur Nr.3 am Bass und Nr.4 am Schlagzeug, die durch 10 Jahre Bandgeschichte zu teilen wären.

Sind wir ehrlich, hätten die Mädels 2008 nicht den Deal mit Hellcat abgeschlossen, würden sie wahrscheinlich immer noch im musikalischen Niemandsland herumeiern. So gab´s mit “Hell Hath No Fury“ ein ganz nettes Album auf einem netten und berühmten Label und der Bekanntheitsgrad der Band stieg deutlich an. Damit allerdings auch die Erwartungen, die das Quartett mit “Love & War“, dem zweiten Output auf Hellcat, dem Fünften insgesamt, meiner Meinung nach nicht erfüllen kann. Zu lieblos und eintönig klingen die Stücke, zu übertrieben und gequält beim kreischigen Singen, irgendwie leicht gekünstelt. Da können sich die Damen auf ihren Promo Fotos noch so aufbrezeln, das mag vielleicht bei anderen Eindruck schinden und von diesem hitlosen Album ablenken, aber mich täuscht das nicht darüber hinweg, dass sich CIVET hier entweder nicht genug Mühe gegeben oder ihr Pulver mit dem Vorgängerwerk komplett verschossen haben. Das JOAN JETT das große Vorbild dieser kalifornischen Band ist, mag ja sein, aber warum haben die Mädels dann nicht genau hingehört und geklaut was das Zeug hält, denn damit wären sie wesentlich besser gefahren.

So ist zwar ein Album dabei heraus gekommen, dass wie gewohnt Punkrock mit sehr vielen Rock´n´Rolligen Parts bietet, aber wie schon beschrieben weit unter den Erwartungen geblieben ist. Allen Kritikern, die CIVET immer noch mit den großartigen DISTILLERS vergleichen, kann ich nur zurufen, dass das höchstens DISTILLERS für Arme ist, mehr aber definitiv nicht. Steff

www.myspace.com/civet