BRAT PACK – STUPIDITY RETURNS

BRAT PACK – STUPIDITY RETURNS
(Destiny Records / Shield Recordings)

Auch in Holland, da wo sich die Tulpe sonnt, gibt´s so einige Punkrockbands. Zwar hatte man damals, gerade durch Labels wie Vitaminepillen Records, eine bessere Übersicht, aber so Aushängeschilder wie z.B. DE HEIDEROOSJES bleiben unvergessen, leider auch nerviges wie die BAMBIX ; -) Nun lässt eine neue niederländische Band aufhorchen, die bereits eine Demo EP und eine Langrille draußen hat, beide allerdings an mir vorbeigegangen. Der zweite und neue Longplayer mit Namen “Stupidity Returns“ geht aber nicht an mir vorbei, den hab ich mir nämlich gleich mal abgefangen.

BRAT PACK haben es eilig, sind gerne hektisch unterwegs. Die 11 Songs bolzen sie in rund 25 Minuten runter und machen dabei einen breiten Spagat zwischen melodischem Hardcore und old schooligem Skatepunk. Ein leichtes 80´iger Jahre Feeling kann man nur schwer von der Hand weisen, doch die gute Aufnahmequalität verrät schließlich doch, dass die Band dem neuen Jahrtausend entsprungen sein muss. Textlich machen die 5 Punkrocker die politischen Umstände ihres Landes zum Thema, nämlich den Wahlerfolg der Ultrakonservativen und Rechtsradikalen, und vergleichen mit dem Titel das heutige politische Klima in den Niederlanden mit dem der 30iger Jahre. Um damit beim holländischen Volk auf offene Ohren zu stoßen, dazu ist die Musik natürlich zu unkommerziell, aber man bekommt einen guten Einblick in die Denke der Musiker und die Wut muss sich ja auch irgendwie entladen. In diesem Falle ganz klar über Texte und Musik.

Dennoch muss ich bei aller Inspiration von den alten Eisen feststellen, dass die Songs zwar gut nach vorne losgehen, es ihnen manchmal aber auch an Eingängigkeit fehlt, was sich vor allem in der ersten Hälfte des Albums bemerkbar macht. Zum Ende hin dann aber die Steigerung, so das man fast meinen möchte, die Jungs hätten alle ihre Hits vorsätzlich ganz hinten gebündelt, denn mit den drei letzten Stücken „Crisis“, „Studidity Won“ und dem besten Song des Albums, „Mall Rats“, kommt noch mal Freude auf. Recht spät, aber immerhin. Spike

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