MIKE SCOTT – SATURATION POINT

MIKE SCOTT – SATURATION POINT
(Found Of Life Records)

Found Of Life Records beheimatet zurzeit ja eine meiner absoluten Lieblingsbands. MIKE SCOTT ist es aber nicht, geht ja auch schlecht, denn der ist keine Band, sondern Solokünstler. Früher gehörte er aber mal einer Musikgruppe an, zupfte bei der Melodic- Hardcore Band PHINIUS GAGE den Bass, nun wandelt er auf Solopfaden und fühlt sich dabei scheinbar sehr wohl.

Obwohl völlig Solo kann man es auch nicht nennen, denn ein wenig Unterstützung in Form von Damengesang bekommt er am Mikrophon schon hin und wieder. Ansonsten bedient er sich neben der klassischen Akustikgitarre auch anderer Instrumente, für die man nicht zwingend Strom braucht und musiziert munter drauf los. Es kommt ein bisschen rebellischer Punkrockliedermacherflair rüber, aber auch folkige Elemente nehmen ihren Platz ein. Was mich ein wenig verwundert ist, dass die Songs von MIKE SCOTT recht kurz sind. Der Liedermacher an sich hat ja immer viel zu erzählen, Mr. Scott, so scheint es, gebraucht nicht mehr Worte als für ihn nötig. Das hat leider oft zur Folge, dass der Song genau zu einem Zeitpunkt abrupt vorbei ist, wo der Hörer noch denkt, er wäre inmitten des Liedes… das wirkt irgendwie irritierend. In guten Momenten wird man ein wenig an TV Smith erinnert, aber diese Momente gibt’s leider nicht im Überschuss.

Es bleibt bei mir trotz aller Bemühungen nicht wirklich viel hängen und deshalb kann ich “Saturation Point“ auch nicht wirklich gut finden, aber gut gemeint ist es sicherlich. Und um die Frage zu beantworten, die sich einigen vielleicht mit dem ersten Satz stellte, schließe ich diese Besprechung mit den Worten SONIC BOOM SIX. Steff

www.mikescott.me.uk