KORSAKOW – KNUTSCH MICH

KORSAKOW – KNUTSCH MICH
(Eigenproduktion / Goldene Zeiten Records)

KORSAKOW geben sich auf ihren Debütalbum sehr liebebedürftig und es wimmelt vor gespitzten Lippen die alle nur eins wollen… nämlich geknutscht werden. Den ÄRZTEN ging es damals mit der Küsserei zu schnell (wegen intellektuell und so) und bei den PRIZNEN war Küssen komplett verboten, aber KORSAKOW sind da hemmungsloser.

Die Düsseldorfer spielen mit dem Deutschrockfeuer, aber nehmen ihre Lunten, für die Brände die sie legen, ebenfalls aus den Bereichen Punk, Metal oder Pop. Das macht die Sache variabel, von schnell bis langsam, von hart bis weich. Da schon allein beim Namen „Deutschrock“ bei vielen mittlerweile die Alarmglocken Schellen, klär ich vielleicht schnell auf, dass KORSAKOW nicht in die Kategorie dieses neuen prolligen Deutschrocks fallen, sondern neben Punkrock eben auch andere Stile beherrschen, die sie gekonnt miteinander verschmelzen. Textlich pendelt es zwischen persönlichen und Fun-Punk Lyrics, letzteres sogar recht unpeinlich… o.k., vielleicht mit Ausnahme des Songs “AA, Pipi, Kotzikotzi“, der is´ schon sehr albern, dafür aber wiederum, wie viele weitere Stücke, schnell mitsingbar. Die Erfahrung, die die Musiker bereits in anderen Bands sammelten (u.a. bei THE OTHER) hört man ihnen an. Die Herren wissen wie man eingängige Rocksongs schreibt, die auch gut ins Programm von Rock am Ring passen würden, und dahin viel besser als z.B. auf´s Force Attack, falls ihr versteht was ich meine.

„Knutsch mich“ wird zwar nie zu meinen Favorite Alben zählen, aber nett finde ich es trotzdem irgendwie und hin und wieder höre ich so was sogar ganz gerne. Reinhörpflicht (mindestens) besteht für alle, die Mucke zwischen PLANLOS und BLUTJUNGS mögen und natürlich für die, die gerne knutschen. Spike

www.korsakowrock.de