KOETER – S/T

KOETER – S/T
(Club Scheisse)

Kommt mir hier jetzt ne´ Black Metal Band ins Haus geschneit oder auf was lässt mich dieses schlichte Cover mit dem Petruskreuz schließen? Keine Angst, zumindest musikalisch sind KOETER recht harmlos und der Bandschriftzug ist ja auch lesbar, also nix mit unverständlicher Krachmucke ;- ) Aus der Asche von NEIN NEIN NEIN entstanden und mit Leuten die auch schon bei VAGEENAS und LEFTISMYHANDICAP unter Vertrag standen, fanden sich hier „Old best friends“ zusammen, die mit dieser EP zum ersten Mal von sich reden machen.

Sieben Songs, härter als KETTCAR und poppiger als MUFF POTTER, mit einem Songgerüst das ich als ziemlich verstrickt und schwer berechenbar empfinde. Diese, nennen wir sie mal Melodieunberechenbarkeit innerhalb der Songs, müsste eigentlich für Spannung sorgen, sollte man denken, aber auf mich wirkt das einschläfernd, vielleicht weil der Pfeffer fehlt, weil´s einfach ne´ Tüte zu lahmarschig ist und emotional zu dick aufgetragen.

KOETER beugen den Vorwürfen schon mal vor und lassen verlauten: “Ich habe den Punk verraten…“ aber das zu unterstreichen würde zu weit gehen, denn wie definiert man überhaupt Punk? Punkrock hingeben lässt sich da schon besser ein- oder ausgrenzen und aus musikalischer Sicht schrammt das hier am Punkrock (wie ich ihn mir vorstelle) vorbei und alle Weichen sind Richtung Indie-Rock gestellt. Da wünsch ich dem Zug mal gute Reise, springe nicht auf und winke am Bahnsteig noch mal freundlich hinterher. Spike

www.kkoeter.com