GÖTTEMIA / LUCKY MALICE – SPLIT EP

GÖTTEMIA / LUCKY MALICE – SPLIT EP
(Tonehjulet Kräftpest)

So, vor mir liegt jetzt NOCH ne CD von Kräftpest Records. Die anderen beiden von dem Label haben ja schon einen mäßigen Eindruck hinterlassen, sodass sich meine Vorfreude in Grenzen hält, zumal beide Bands schon auf dem Sampler “I Don´t Want To Be Part Of Your So Called Punk” vertreten waren, der zu dem Zeitpunkt, in dem diese Zeilen entstehen, in meinem Mülleimer wohnt.

Aber der Reihe nach: Beide Bands kommen aus Norwegen und haben sich dort scheinbar ganz gut im Untergrund etabliert. Die Mädels von LUCKY MALICE spielen punkigen Grunge, der wohl am ehesten mit L7 vergleichbar ist. Es ist nicht ganz einfach, den Sound zu beschreiben, vielleicht wenn man eine räudige COTZBROCKEN- Coverband mit androhen von Bierentzug dazu zwingen würde, DISTILLERS und/ oder L7 zu covern, und Jennifer von JENNIFER ROSTOCK mit zwei Flaschen Korn versorgt und dann zum Singen gezwungen würde… na gut, das ist vielleicht ein bisschen hart, aber die Luckies klingen auf jeden Fall noch sehr übungsbedürftig, obwohl da sicher potenzial ist, in Indiekreisen einen gewissen Erfolg zu verbuchen.

GÖTTEMIA sind scheinbar so was wie die Vorzeige-Rüpel des Labels, als “nihilistic misfits” werden sie angepriesen. Obwohl ich die Musik mit härterem Punkrock und rocklastigem und poppigem in den Zwischenparts im Allgemeinen nicht sonderlich mag, bleibt hier Ausnahmsweise mal was hängen. Leider liegen mir keine Texte vor, deshalb kann ich leider nicht sagen, wie Songnamen wie “Rather Dead Than Red” aufzufassen sind. Ich bin geneigt, das ganze als Ironie aufzufassen, aber solange ich das nicht sicher weiß, bleibe ich einfach mal skeptisch. Tammo

www.myspace.com/luckymalice