THE DEAD CLASS – STICK

THE DEAD CLASS – STICK
(Antipop Records)

Mit ‘Stick’ legt THE DEAD CLASS bereits ihren dritten Longplayer vor. Die Band aus Irland besteht seit Mitte der 2000er Jahre und präsentiert nun eine CD, die rein vom optischen her schon mal von schlechtem Geschmack zeugt. Glücklicher Weise trifft das aber nicht auf die musikalische Darbietung zu. Denn hinter dem scheußlichen Cover befinden sich 11 astreine Punkrock-Songs, gepresst auf einen Silberling.

11 Songs in einer knappen halben Stunde werden einem hier um die Ohren gehauen und man fühlt sich sofort zurückversetzt in die Soundwelt der End-1970er Jahre. Mit viel Spielfreude und ziemlich abwechslungsreich geht das Trio hier zu Gange. Man mischt (irische) Folklore und Rock’n'Roll  mit  einer gehörigen Portion flottem Punkrock. Aber es finden sich auch außergewöhnlichere Töne, wie z.B. arabische Klänge wieder. Der Gesang erinnert dabei stark an Jello Biafra. Aber auch der Sound weist einige Ähnlichkeiten mit den DEAD KENNEDYS auf. Dabei wirkt die Mucke manchmal leider wie eine – zugegebener Maßen sehr gute – Kopie der genannten Punklegende – aber hier geht’s ja auch nicht um eine Doktorarbeit. Man nutzt aber auch andere Einflüsse, vor allem aus dem frühen britischen Punkrock. THE DEAD CLASS hat aber auch genügend Ideen und die Jungs beherrschen ihre Instrumente auch ausgezeichnet. Kein Song hört sich an wie der andere, aber der Stil ist doch durchgängig derselbe und man besitzt auch genug Druck und Energie. Die Texte erzählen kleine, mal lustigere, mal ernstere Geschichten aus dem Working Class Milieu und passen dabei wirklich gut zu den einzelnen Songs.

Mit ihrer dritten CD haben die Iren ein klasse Album aus den verschiedensten Versatzstücken des frühen Punkrocks gebastelt, das wirklich gut rein läuft, genügend Eigenständigkeit besitzt und nie langweilt – und das nicht nur wegen der kurzen Laufzeit. Mirko

www.myspace.com/thedeadclass