TOWERBLOCKS – BERLIN HABITS

TOWERBLOCKS – BERLIN HABITS
(Sunny Bastards)

Ich höre diese Scheibe jetzt zum dritten Mal hintereinander und bin keineswegs gewillt, diesen Umstand durch erneutes Drücken der Repeat Taste zu ändern. Soll sie sich ruhig weiter drehen und noch ein paar Runden dranhängen.

Es ist das letzte TOWERBLOCKS Album mit Sänger Holgi (den einige auch als Sänger der Deutschpunkband ZUSAMM-ROTTUNG kennen dürften), der die Band kurz nach den Aufnahmen verließ (in Zukunft wird Gitarrist Stephan den Gesang übernehmen) und gleichzeitig auch die Scheibe zum 10jährigen Bandbestehen. Sie trägt den Titel “Berlin habits“ und darauf enthalten ist, wie man es von den Berlinern nicht anders gewohnt ist, Streetpunk der obersten Liga, der mitreißt, der begeistert und der vielseitig ist… mit einem Kontrabass an Bord sogar so vielseitig, dass die Streetpunkplakette allein eigentlich gar nicht ausreicht, was man spätestens dann merkt, wenn in diversen Stücken in anständiger Billymanier der Kontrabass geslappt wird. Der britische Einfluss ist nicht zu verbergen, denn Bands wie die UK SUBS oder auch der PETER und seine TEST TUBE BABIES haben bei den TOWERBLOCKS unüberhörbar ihre Furchen hinterlassen, nur das der Sound eben etwas zeitgemäßer klingt. Hits, bzw. Hymen findet man hier am Fließband, aber meine Favoriten sind: “To be honest“, “No! This time was not…“ und ”Dead End”.

Zu Besingen gibt’s auch ne´ Menge und das mit großer Klappe, denn die Band liebt die Provokation, die ja zum Punkrock gehört wie Heino zu Hannelore, wie Sid zu Nancy oder wie Adam zu Eva. Nur in Sachen Schönschrift gibt´s leichte Abzüge. Die handgeschriebenen Texte sehen zwar streetpunkmäßig aus, sind aber auch nur mäßig zu entziffern. Nächste Mal, auch wenn es nicht Punkrock ist, ruhig schön spießig und säuberlich in Druckbuchstaben. Steff

www.myspace.com/towerblocks