POWER – NOT FOR SALE

POWER – NOT FOR SALE
(Major Threat)

Im Norden weht ein rauer Wind und wie die Stürme, so die Musik. Da ist so ein Bandname wie POWER schon recht zutreffend, auch wenn man mit diesen Buchstaben in der Suchmaschine, bei alledem was außerhalb der Musik liegt, nicht zur Seltenheit gehört. Macht aber nichts und ändert vor allem nichts daran, dass der Inhalt das hält, was der Name verspricht.

Man könnte beim ersten flüchtigen Blick auf das Cover eine vielleicht fröhlichere Art der Musik vermuten, aber unter Wenden der Verpackung ein wenig genauer hingeschaut, wird diese Vermutung gleich zunichte gemacht. Hier fallen Späne, denn hier wird gehobelt und das nicht zu knapp. Dreckiger Hardcore mit einer gehörigen Ladung Rotz schwingt auf dieser EP kompromisslos das Zepter, mit Texten, die sich zwischen kritisch und durchgeknallt bewegen. Kurz, bündig und direkt lautet die Devise und von den 9 Songs kommt auch nur gerade mal ein Drittel über die 2 Minuten Grenze. Der Rest wird mit einem Durchschnitt von 1 ½ Minuten pro Song abgearbeitet. Das mag jetzt einen krachigen Eindruck vermitteln, aber das täuscht, denn obwohl die Band aus Kiel ordentlich Lärm macht, sorgen die Gitarren für anständige Melodiebögen und auch Breaks und Tempowechsel wirken gekonnt.

Für eine Band, die sich erst 2009 gegründet hat, ist dieses Album ein überzeugender Einstand (mal abgesehen von der im Gründungsjahr veröffentlichten Demo-CD) und wenn die Jungs am Ball bleiben, geht’s bestimmt noch ein paar Stufen nach oben. Nicht überproduziert, aber dafür mit jeder Menge Angepisstheit verziert. So gehört sich das! Spike

www.myspace.com/thepowerofpower