ZITRONEN PÜPPIES – THE SILENCE OF THE LEMONS

ZITRONEN PÜPPIES – THE SILENCE OF THE LEMONS
(Down The Drain Records)

Zitronen kenne ich nur die Gelben, die, die man über der Teetasse ausquetscht… oder eben die Goldenen, die ja auch jeder kennen sollte. Die ZITRONEN PÜPPIES kannte ich bisher noch nicht, aber die Bekanntschaft mit ihrem zweiten Album “The Silence of the Lemons“ hätte auch nicht unbedingt Not getan, denn auch wenn im Vorfeld davon gesprochen wird, dass man für dieses Album Humor mitbringen sollte, stelle ich sehr schnell fest, dass ich soviel Humor wohl nicht besitze.

Doch Humor hin, Humor her. Die Band aus Ost-Bayern hat ein wenig was von einer Fun-Punk Band, wobei man mit “Punk“ als Beschreibung nicht voll ins Schwarze treffen würde, da die ZITRONON PÜPPIES auch gut und gerne als Deutschrock oder Deutschpop Band durchgehen könnten. Ein wenig beschleicht mich auch das Gefühl, als würde man sich etwas an den ÄRZTEN orientieren, aber das diese Hausnummer nicht nur ein bisschen zu groß ist, braucht wohl an dieser Stelle nicht erwähnt zu werden. Die Songs über Liebe, Hass, Drogen oder Wollkragenpullis bügeln mit nicht gerade die Falten aus dem Gesicht, sondern lassen es so aussehen, wie nach einem Biss in eine, na, ihr ahnt es schon… Zitrone. Vielleicht liegt die Schuld aber auch einfach bei mir und ich hab in Wahrheit nicht nur zu wenig Humor, sondern bin sogar völlig humorlos. Möglicherweise sind Textauszüge, wie der Nachfolgende aus dem Song “1/2 Flow Love Song“ ja auch wirklich lustig. “Ich sitz am Strand und ab und zu steh ich mal auf und knall mich zu. Als ich am Abend zu mir kam, lag vor mir ein Pelikan. Ich dachte mir dass ich phantasier, dran Schuld wäre das THC. Ich dachte mir jetzt ist alles aus, er sagte er wäre am Meer zu Haus. Das bunt gefederte Federtier sagt: Komm her und zieh ne´ Line mit mir. Mein bester Freund ist der Pelikan, ich bin entzückt was der alles kann, jeah, ich bin mit einem Pelikan in Love. Pelikan! Love from above!“ heißt er dort in den ersten Zeilen.

Nicht unwahrscheinlich, dass ich einfach mehr Drogen nehmen müsste, um diese Platte zu verstehen, aber außer Bier und Schnaps geht bei mir nichts mehr und auch damit hat es nicht geklappt. Mit bewusstseinserweiternden Drogen könnte es vielleicht funktionieren, aber da ich jeglichem Hippiegedöns abgeschworen habe, müsst ihr das selber ausprobieren. Freunde von REVOLVERHELD, natürlich gepaart mit konfusen und/oder komischen Texten, dürfen schon mal mit den Luftsprüngen anfangen. Für den Rest ziehe ich mir aus dem Promoschreiben den Stempel “pädagogisch unbrauchbarer Schwachsinn“ und setzte ihn unter diese Besprechung. Steff

www.myspace.com/zitronenpppies