
Punkrock ist kein Ponyhof, Bands kommen und Bands gehen oder Bands kommen und gehen und kommen dann wieder. MISSBRAUCH hingeben waren schon immer da, zumindest gefühlt. Punkrock seit 18 Jahren und nie auch nur ein Stückchen leiser. Alles was sich bei ihnen geändert hat, ist höchstens die ständige Weiterentwicklung und die Anzahl der Bandmitglieder. Der Anspruch an einen anständigen, sich an der Perfektion orientierenden Live-Auftritt und das gezielte Vernichten alkoholischer Getränke ist geblieben und wird auch weiterhin bestehen bleiben. Nach 18 Jahren ist immer noch kein Ende in Sicht und so werden MISSBRAUCH (Barny am Mikro, David und Marc an den Gitarren, Herzna am Bass, Djtschke am Sax und Stichi an der Schießbude) wohl auch weiterhin Bands kommen und gehen sehen, während sie mit beiden Beinen fest am Boden stehen bleiben. “Vorhang auf“ lautet der Titel ihres neuesten Longplayers, welcher kürzlich bei Aggro Punk erschienen ist. Vorhang auf heißt es nun auch für einen kleinen Informationsaustausch mit Schlagzeuger, Pressesprecher und Gründungsmitglied Stichi. Biddschön!
Griaß di! Erzähl uns doch mal, was der Gründungsgrund von MISSBRAUCH war und warum ihr euch für diesen Bandnamen entschieden habt?
Hi, Steff und die uglypunk-crew. Stichi hier! Erstmal danke für das Interview. Oh je, Gründungsgrund!? Ich würde mal sagen: die Lust am Musizieren und seine jugendliche Energie in lautere, schnellere Musik umzuwandeln. Ein weiterer Grund war natürlich das politische Interesse und seinen Unmut frei zu äußern. Da wir alle sowieso härtere Musik gehört haben, war uns klar, dass es in die Punk-Richtung gehen soll. Der Bandname MISSBRAUCH sollte provozieren und definitiv auch schocken. Wir wollten, dass man uns nicht nur einfach abnickt, sondern sich mit unseren Texten auseinandersetzt. Jeder denkt doch bei MISSBRAUCH sofort an sexuellen Missbrauch. Dass es auch andere Formen wie Machtmissbrauch oder Vertrauensmissbrauch gibt, wird schnell vergessen. Oberflächlichkeit und Mainstream waren noch nie unser Ding. Und das hat sich im Laufe der vielen Jahre auch nie geändert. An dieser Stelle vielleicht ein Satz zur Bandbesetzung: Von der Original-Besetzung sind noch Barny und ich dabei. David und Marc sind vor 15 Jahren dazugestoßen, Herzna und Djtschke vor 5 Jahren.
Die Gründung ist jetzt 18 Jahre her und kürzlich habt ihr ja auch mit einem kleinen Festival die Volljährigkeit gefeiert. Anstoßen kann man auch auf euer neues Album “Vorhang auf“, das kürzlich auf Aggressive Punk Produktionen erschienen ist. Die Vorgängerscheiben habt ihr ja bei Nix Gut raus gebracht. Warum der Labelwechsel?
Zum Festival kann man nur sagen, dass es ein Riesen-Spaß war und ich hoffe, dass alle beteiligten Bands auf ihre Kosten kamen. Hier ein großes Lob und Dankeschön an alle Mitwirkenden, ohne die das alles natürlich nicht möglich gewesen wäre. Einziger Wermutstropfen ist, dass irgendwelche Spacken beim Bus von FAHNENFLUCHT drei Reifen zerstochen haben. Einfach unverständlich. Ansonsten war das 18-Jahre-Fest aus unserer Sicht rundum gelungen – es war ja nicht nur unser Geburtstagsfest, sondern gleichzeitig unsere Release-Party für unsere neue Scheibe.
Da gab es einige Gründe, warum wir uns um ein neues Label bemüht haben. Nix Gut hat so unglaublich viele Bands und unzählige Neuerscheinungen im Jahr, dass wir uns etwas im Hintertreffen gesehen haben. Als dann auch noch gewisse Aktionen dazukamen, mit denen wir so ganz und gar nicht einverstanden waren, stand unser Entschluss fest: Wir schauen uns für das neue Album nach einem anderen Label um. Zu dieser Zeit hat sich gerade Aggro Punk gegründet, die für einen ersten Sampler Bands gesucht haben. Wir hatten das Glück, mit einer Vorab-Version von „Scheiße im Schafspelz“ draufzukommen und da haben wir natürlich gleich mal vorgefühlt, ob vielleicht Interesse da ist, unser geplantes Album unter Vertrag zu nehmen. Zumindest gab es keine Absage – auch schon mal ein Erfolg! Im Juni ging es dann ab ins Studio und die ersten Hörproben gingen dann auch recht zügig zu Aggro Punk. Die Songs kamen offenbar gut an und wir wurden uns schnell einig. Bis jetzt haben wir definitiv nur positive Erfahrungen mit den Jungs vom Label gemacht, die Zusammenarbeit passt perfekt.
Bleiben wir mal beim neuen Album. Diesmal keine sind keine englischen Stücke enthalten. Woran liegst?
Barny hat eigentlich immer nur dann auf Englisch getextet, wenn es entweder vom Thema her gepasst hat oder wenn es um eine eher persönliche Geschichte ging. Hinter einer fremden Sprache kann man Privates halt immer auch ein bisschen besser verstecken. Beides war bei den Songs vom neuen Album einfach nicht gegeben und daher gibt’s diesmal nur deutsch eins auf und um die Ohren.
Mir scheint, als wären die Texte noch kritischer und politischer als in der Vergangenheit, was sicherlich die Reaktion auf diverse Situationen oder politische Beschlüsse hierzulande ist. Da ihr aus München kommt, aber auch viel in anderen Städten unterwegs seid und somit also den Vergleich habt, muss ich doch mal fragen, ob die Staatsmacht im Bayernlande wirklich strenger und stressiger ist, als in anderen Bundesländern. Hat der Beckstein in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet oder empfindet ihr ein härteres Regime im Freistaat mehr als heiße Luft?
Unsere Texte greifen immer die aktuelle Situation im Lande auf. Gut, die beiden Trinklieder mussten sein. Wir wollen ja auch ein bisschen Spaß vermitteln und nicht nur politisieren und anprangern. Kommt aber anscheinend nicht bei jedem gut an. Dass es in Bayern mehr Polizeistress als anderswo geben soll, glaube ich nicht. Natürlich fällt es unseren Gästen auf, wenn sie beim ersten Besuch in München gleich kontrolliert werden – das bleibt in den Köpfen hängen. Und es gibt auch spezielle Autobahn-Raststätten, wo ganz gerne mal der Zugriff geprobt wird: Frankenwald zum Beispiel oder auch Nürnberg-Feucht. Da wurden wir schon mehrfach rausgezogen und kontrolliert. Kostet halt viel Zeit und ist irre nervig, but so what… David und ich wurden übrigens im Novemberg auf dem Weg nach Berlin beim Wildpinkeln zur Kasse gebeten, das war allerdings in Thüringen. 30 Öcken pro Mann. Auch nicht besser als in Bayern, oder?
Passend zu vorherigen Frage auch ein beängstigender Umstand, der aber überall im Lande zur Realität mutiert und sich auch noch weiter ausbreiten wird – die totale Überwachung, die ihr mit dem Lied “Stasi 2.0“ aufgreift. Stoiber sagte einst (oder war es Schäuble): “Ein recht schaffender Bürger hat nichts zu befürchten!“ Was habt ihr denn zu verbergen?
Wie oft hört man denn auch heute noch von paar bestimmten Wessis „Ja, die im Osten mit ihrer Stasi – das war ja alles ganz schlimm“ usw. Klar war das ätzend, aber ich denke, dass es hier und jetzt auch nicht besser ist. Nur merkt keiner so richtig, was die Oberen unter dem Deckmantel Terrorismus alles überwachen und kontrollieren. Von Google brauchen wir gar nicht erst reden. Ein ganz ekelhafter Gedanke, dass nichts mehr verborgen bleibt. Auch wenn man nichts zu verbergen hat, kann man sich nie sicher sein, dass die privaten Mails nicht doch über irgendwelche Filter laufen und gecheckt werden. Könnt kotzen. Zu verbergen hat doch jeder irgendwas, da brauchen wir uns doch nichts vormachen. Aber ich werde jetzt garantiert keine Leichen aus meinem Keller ausgraben – das hättet ihr wohl gerne ;- )
Gut durchschaut, dass hätten wir gerne ;- ) Fragen zum Thema Grauzone werden bei uns in fast jedem zweiten Interview gestellt, haben also fast schon Tradition beim Ugly Punk. Ihr habt sogar ein Lied darüber gemacht. Textauszug: “Ihr kotzt mich an, Graunzone-Bands, zwielichtige Texte für rechtsoffene Fans! Ihr kotz mich an, Grauzone-Dreck, wir wissen genau, was hinter euch steckt!“ Das sind mal klare Worte die ihr da verliert und da die Grenzen scheinbar immer mehr verschwimmen, ist es selbstverständlich wichtig, klare Grenzen zu ziehen. Nur zieht eben jeder seine Grenze woanders. Wo zieht ihr diesbezüglich eure Grenze? Und was würdet ihr den Leuten antworten, die behaupten, die Grauzone wäre nur eine Erfindung der linkspolitischen Szene und nicht existent?
Wurde ja auch mal Zeit, dass da einer einen Song drüber macht, obwohl die Thematik eigentlich schon sehr alt ist. Man höre sich doch mal das Lied von den alten DK an: Nazi Punks Fuck off!!!! Der Song ist von 1984 oder älter. Sicherlich, Amiland ist eine andere Situation, aber wenn sich bei uns gewisse Herren und Damen aus der Punk- und der ach so unpolitischen Oi-Szene bei den Faschos rumtreiben, ist das nicht nur fragwürdig, sondern auch publik zu machen. Von daher kann es keine Erfindung der linkspolitischen Szene sein. Unsere Grenzen sind da sehr klar definiert: solchen Bands kein Forum bieten! Als Punk-Band mit politischem Anspruch gibt es da nur diesen einen Standpunkt – alles andere wäre inkonsequent.
Amen! Irland ist nicht grau, sondern grün, und findet sich auch als gleichnamiges Musikstück auf der aktuellen Platte wieder. Beschrieben wird Fernweh, die Sehnsucht und das Vorhaben endlich in dieses Land auf der Insel zu entfliehen und den Beton der Großstadt hinter sich zu lassen. Nur ein Traum oder doch ein inniger Wunsch, in ein paar Jährchen den ganzen Müll hier hinter sich zu lassen und auszuwandern?
Oh ja, schön wäre das (träum). Jeder wünscht sich ja irgendwohin und jeder hat da so seine Inseln. Also wenn es nach mir und meiner Frau geht, würden wir schon gerne auf die grüne Insel. Ob sich das jemals irgendwie realisieren lässt, ist eine andere Frage und wenn dann eher zum Lebensabend. Aber jetzt machen wir erst mal noch paar Jährchen Mukke und dann sehen wir weiter.
Euer Sound ist ja nicht gerade dem typischen Deutschpunk zuzuordnen, was zum Großteil auch an der Unterstützung eines Saxophones liegt. Dieses ist aber erst seit den letzten beiden Platten mit von der Partie. Warum habt ihr euch dazu entschlossen, euren Sound durch einen Saxophonisten zu bereichern?
Typischen Deutschpunk, wer macht den heute eigentlich noch??? Es werden doch täglich neue Schubladen aufgemacht, um seine Musik zu klassifizieren. Wir waren eigentlich schon immer offen dafür, auch mal mit anderen Stilelementen zu arbeiten. Schon allein deshalb, um die Musik bisschen abwechslungsreicher zu machen. Vor 6 Jahren war es eben die Idee, mit Ska-Riffs und Bassläufen zu arbeiten. Das klang alles schon ganz gut, aber das Wichtigste am Ska hat eben gefehlt: Ein Bläser musste her! So kam Djtschke an Bord, der schon seit Jahren in unserem Freundeskreis weilte, aber nie gesagt hat, dass er Sax spielen kann. Seit der „Strafbar“ ist er jetzt dabei und wir sehen den Sax-Sound nach wie vor als absolute Bereicherung.

Wer sich ein wenig mit euch beschäftigt, der wird vielleicht über zwei weitere Bands stolpern, die sich ausschließlich aus MISSBRAUCH Mitgliedern zusammensetzen. Und wer es bisher noch nicht wusste, der wird es jetzt erfahren – es sind DIE SCHNAPSPIRATEN und DIE VORSTADTKÖNIGE. Mit den SCHNAPSPIRATEN frönt ihr mehr eurer spaßigen und trinkfreudigen Ader, mit den VORSTADTKÖNIGEN singt ihr MISSBRAUCH Songs, habt diese allerdings in Fußballtexte für euren Lieblingsverein 1860 München umgetextet. Als VORSTADTKÖNIGE sollt ihr es ja angeblich schon zu einem Auftritt vor großer Kulisse im Stadion und sogar ins Fernsehen geschafft haben. Schdimmds oder hob i reacht? Wenn ja, dann erstattet doch mal bitte Bericht über diese Ereignisse.
Wo fang ich denn jetzt bloß an, hmm … Ok, DIE SCHNAPSPIRATEN. Quasi eine Band in der Band! Bestehend aus Herzna, David, Djtschke und mir. Man könnte auch sagen, dass es eine Nachfolge-Band von ABSZESS ist. Herzna und ich waren da früher mal dabei. Wir sind vor den MISSBRAUCH-Proben öfters mal bisschen früher im Proberaum und dann wird gejamt. So kam es, dass einige Songs entstanden sind, die wir mit ziemlichen Blödsinnstexten unterfüttert haben. Von
daher waren sie dann auch nicht wirklich was für MISSBRAUCH. Es entstanden DIE SCHNAPSPIRATEN. Wir leben unseren noch jung gebliebenen Teil in uns aus und sind noch mal 16. Grüsse an All Schools.de! Der Song „Darm im Arsch“ ist so ein Lied und wurde dann von MISSBRAUCH übernommen und auf die neue Scheibe gepackt. Anscheinend haben aber doch einige Leute ein Problem damit, dass MISSBRAUCH solche Lieder spielt. Was ich nicht verstehen kann, da es unzählige Bands gibt, die älter sind als wir und seit 20 Jahren solche Lieder machen – und dafür abgefeiert werden. Na egal.
Und DIE VORSTADTKÖNIGE: Vor gut drei Jahren wurde Barny von seinen Kumpels mal angeredet, warum er mit seiner Band eigentlich nie einen Löwensong macht. Gesagt, getan. Da man aber mit dem Namen MISSBRAUCH beim Verein eher einen schlechten Stand haben dürfte, wurden eben DIE VORSTADTKÖNIGE draus. Ein Freund arbeitet bei einem lokalen Fernsehsender in München und er verschaffte uns einen Auftritt bei einer Sportsendung vor der Saison 2007/2008. Diese Sendung sah auch der Stadionsprecher von 1860 und dann durften wir das Lied zum Saisonauftakt in der Allianz-Arena präsentieren. War aber Playback und nicht live. Der Song kam ganz gut an bei den Fans und so wurde auch eine CD gemacht für 1860. Ein absolutes Highlight war aber der Auftritt auf dem Oktoberfest. Live! Und das Beste war natürlich, dass es das Bierzelt des FC BÄH war. Die erste und einzige Punk-Band, die je auf dem Oktoberfest gespielt hat. Eine Wahnsinns-Erfahrung für uns alle. Bis jetzt hatten wir drei Auftritte in der AA und einen zum 150-jährigen Jubiläum von 1860 im altehrwürdigen Grünwalder Stadion. Live spielen wir eher selten als VK – nur zu bestimmten Anlässen. Wenn der Fanclub „Löwen Fans gegen Rechts“ eine Party macht, sind wir selbstverständlich mit dabei. Oder auch wenn andere Fanclubs feiern. Aber da erkundigen wir uns immer erst mal ganz genau nach dem Umfeld, weil wir ja schließlich nicht vor irgendwelchen Fussball-Hooligan-Faschos spielen wollen.
Musik scheint ein wichtiger Bestandteil eures Lebens zu sein, in den ihr eine Menge Zeit investiert. Von eurem Bassist Herzna weiß ich, dass er auch noch in der Streetpunk-Band THE GUMBABIES den Bass zupft und euer Saxophonist Djtschke tobt sich nebenbei in der Hardcore-Band THE RAW DEALS an der Gitarre aus. Gibt’s da noch irgendwelche aktuellen Bandprojekte denen ihr nachgeht oder Bands, bei denen ihr in der Vergangenheit aktiv wart?
Für uns ist Musik ein Hobby, dem wir alle mit großem Einsatz nachgehen. Gut so, dass unsere Youngsters auch noch andere Mukke machen – sind ja auch zwei richtig gute Bands, die GUMBABIES die RAW DEALS. Man muss dazu sagen, dass beide in diesen Bands schon vor MISSBRAUCH gespielt haben. Alte Projekte gibt es viele, da – bis auf Barny – jeder von uns schon vor MISSBRAUCH in anderen Bands gespielt hat. Was Bekannteres war da aber nie dabei und die ganzen Namen bring ich auch nicht mehr zusammen.
ZSD, LUSTFINGER, A+P, MARIONETZ… die Liste der Münchener Punkbands aus der Anfangszeit des Punkrocks könnte man noch weiter fortführen. Welche Bands haben euch denn damals beeinflusst oder dazu bewogen, Musik zu machen. Waren es Bands aus eurer Gegend oder waren die Fühler mehr Richtung Norden (HH) oder Berlin ausgestreckt?
Die Münchner Punk-Bands? Nee, die haben mich nicht beeinflusst. Das waren schon eher Bands wie VKJ, TOXOPLASMA, SLIME, INFERNO oder CANAL TERROR. Die Klassiker eben. Wobei man sagen muss, dass VKJ und INFERNO bayrische Bands waren. VKJ hat sich eben dann nach Berlin gemacht. Später kamen dann Bands wie DK, NOFX oder PENNYWISE dazu. Für die Ska-Einflüsse ist SKA-P verantwortlich.
Kannst du dich noch an das erste Punkalbum erinnern, das du dein Eigen nennen konntest? Und welches war das letzte, dass du dir gekauft oder (man muss es heutzutage schon fast mit einbeziehen, auch wenn glei da da Wadschnbam umfoid) gesaugt hast? Womit wir eigentlich auch gleich mal die Frage ranhängen können, wie ihr zu der ganzen Saugerei von Musik aus dem Netz steht?
Meine ersten Platten waren eben von PLASMA und CANAL TERROR. Meine letzte CD habe ich mir auf unserem 18 Jahre-MISSBRAUCH-Festival gekauft und zwar war es die neue Scheibe von BORDERPAKI. Ein wahres Meisterwerk.
Jaja, das Internetz. Es macht halt alles einfacher und billiger. Es ist zwar Scheiße für die Labels, die einen Haufen Geld investieren, und einen Tag nach Release kannst du dir es umsonst von russischen Servern saugen. Da sollte sich jeder mal Gedanken machen, ob man nicht die kleinen Labels unterstützt und die CD’s kauft und damit deren Überleben ermöglicht. Uns als Band ist das eher egal, wir wollen nur, dass unsere Musik verbreitet wird. Reich werden wir damit sowieso nicht. Und das wollen wir auch gar nicht. Wenn man sich von den großen Plattenfirmen was saugt, wie z.B. METALLICA oder so, ist mir das egal, die haben genug Kohle. Man muss nur aufpassen, dass man nicht erwischt wird. Ich hab mir die letzten METALLICA-Alben alle gesaugt und für den, den es interessiert: hier meine IP-Adresse ; -)
Anfang Dezember wart ihr Support von SLIME und nach Weihnachten steht noch das Punk im Pott auf dem Zettel. Nächstes Jahr soll es auf´s Force Attack und zum Save the Scene Festival gehen. Geht nach 18 Jahren Bandgeschichte nicht auch irgendwann die Lust ein wenig flöten, viele Stunden mit eurem alten Bus auf der Autobahn zu verbringen und für eine Stunde Rock´n´Roll auf der Bühne ein ganzes Wochenende zu opfern. Warum ist das Ganze für euch nach all der langen Zeit immer noch was Besonderes und woraus zieht ihr eure Motivation?
Punk im Pott und die SLIME-Show haben wir dem Alex zu verdanken. Es ist schon eine Riesen-Sache, bei den beiden Konzerten dabeisein zu dürfen. Das Force Attack hat unser neues Label eingefädelt. Ist zwar nicht ganz einfach, da dort ja schon die eine oder andere fragwürdige Band gespielt hat, aber für nächstes Jahr sieht es ganz gut aus, was das Line-Up angeht. Wie man drauf reagiert, wenn dann doch noch komische Bands dazukommen sollten, bleibt abzuwarten. Save the Scene wird auch ein Highlight nächstes Jahr. Vielen Dank an Gunnar, der uns eingeladen hat.
Die Lust geht nicht flöten, obwohl das Reisen mit unserer Zeitmaschine und dem alten Fluxkompensator schon immer sehr anstrengend ist. Wie gesagt: Die Band ist unsere große Leidenschaft. Und eigentlich gibt es nichts Schöneres, als mit seinen Kumpels durchs Land zu eiern und den Alltag hinter sich zu lassen. In den letzten Jahren haben wir natürlich viele Leute kennengelernt und es ist immer wieder schön, sie zu besuchen. Und außerdem kenne ich keinen größeren Kick als seine eigene Musik live zu spielen und mit dem Publikum zu feiern.
Eine schöne Liebeserklärung an die Band, die man als Outro so stehen lassen kann. Besten Dank von unserer Seite und an gscheiten Juchitzer zum Schluss.
So, du Haderlump, a groß’ Merci fürs Interview. Lassts as eich guad geh und a schene schdade Zeit. Schene Griaß aus Minga!





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