INNER CONFLICT – NACHHAUSE

INNER CONFLICT – NACHHAUSE
(Eigenproduktion)

INNER CONFLICT kommen nach Hause, kommen zu sich selbst, sind angekommen. Zum Ausruhen bleibt jedoch keine Zeit, denn Wünsche und Sehnsüchte stehen immer noch Schlange, aber man kann sich besser auf sie einlassen, wenn man sich heimisch fühlt. Der Himmel schmückt sich vermehrt mit grauen Wolken, der eiskalte Wind weht uns um die Ohren, doch INNER CONFLICT gewähren uns Eintritt in ihr Heim, in ihr Innerstes.

Was soll ich sagen? “Schiffbruch im Rahmenprogramm“ war nur der Anfang! Die Fortsetzung folgt hiermit und die ist weitaus mehr, als nur ein fließender Übergang. Geradlinigkeit und Tiefgang verschmelzen regelrecht miteinander, decken vieles auf, regen zum nachdenken an, sind aber nicht immer offensichtlich. Die Mischung aus Melodie und Härte wirkt geschickt und hier darf Punkrock auch mal abbiegen, wie und wo es ihm gefällt, mal Richtung Hardcore, mal Richtung Pop oder einfach ab durch die Mitte. Ampeln oder Verkehrsschilder brauchen INNER CONFLICT nicht. Einen Drumcomputer übrigens auch nicht mehr, der wurde durch Ballo ersetzt und mit einem richtigen Schlagzeuger klingt das Schlagzeugspiel nun auch noch mal direkter, allgemein empfinde ich die Produktion, im Vergleich mit dem Vorgänger, ein Stückchen deutlicher.

INNER CONFLICT haben alles, was eine anständige Punkband auszeichnet. Interessante, persönliche Texte, eingängige, meist schnelle Melodien und dazu eine Sängerin, die ausgezeichnet singen kann. Und das alles auch noch D.I.Y. Ein wahrlich schönes Album und die schönsten Stücke davon sind “Siebenmeilenstiefel“, “Lauter als die Angst“ und “Mal sehen“. Steff

www.myspace.com/freizeitsport