COKE BUST – LINES IN THE SAND

COKE BUST – LINES IN THE SAND
(Six Weeks Records)

Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Rezensenten und oder lassen es einfach bleiben! Dieses Album gleicht einer Abrissbirne, für Kopfschmerzen also ungeeignet, für Bluthochdruck auch. Gegen Trägheit könnte es aber helfen, denn es ist sofort auf 180 und gerne auch mal darüber hinaus. Six Weeks Records haben die “Lines in the Sand“ LP von COKE BUST neu gemastert und erstmals auf CD geparkt. Zu den 17 ursprünglichen Songs gesellen sich als Bonus noch 16 weitere Haudegen dazu, teilweise unreleased Stuff, aber auch die Songs den beiden 7″ und ein paar Tracks, die man zuvor für Sampler verbraten hat.

Die Band aus Washington mag es kurz, dafür aber umso heftiger, denn von den 33 Stücken sind die wenigsten länger als eine Minute. Mit Brutalo HC-Punk, schnell und trashig, wird mächtig Staub aufgewirbelt. Feedbacks zwischen den Songs sorgen für nahtlose Übergänge und wer sich nicht etwas intensiver mit dem Material dieser Band beschäftigt, muss schon ganz genau aufpassen, wann der eine Song endet und der nächste beginnt. An Saiteninstrumenten und Drums lässt man also mächtig gewaltig Hobel und Hammer kreisen und auch Shouter Nicktape und das Mic werden in diesem Leben bestimmt keine Freunde mehr ;- ) Von den Lyrics her, geben sich COKE BUST ähnlich direkt und kompromisslos.

Die größten Einflüsse dieser Straight Edge HC-Band sind wohl SSD, aber auch YOUTH OF TODAY haben ihre Handschrift hinterlassen. Zwischendurch kann ich mir das mal geben, aber auf Dauer würden das meine Nerven nicht mitmachen. Man ist ja auch nicht mehr der Jüngste ;- )  Liebhaber der eben aufgeführten Bands dürften aber hiermit ganz gut bedient werden, alle anderen sollten vorher vielleicht erstmal reinhören. Steff

http://cokebust.com