PROUD TO BE PUNK # 14
Jan Sobe
Stockartstraße 15 HH
04277 Leipzig
Nachdem ich die Ausgabe Nr. 14 des PdbP schon einige Zeit hier rum liegen habe, schaffe ich es leider jetzt erst, diese Ausgabe zu reviewen. Immerhin liegen hier 80 eng bedruckte Seiten vor. Das Heft kommt wieder als kopiertes und selbst geheftetes A5-Heft – und dafür ist die Druckqualität ausgezeichnet, voll gestopft mit interessanten Interviews und Berichten.
Gleich zu Beginn findet man ein ausführliches Interview mit dem Herausgeber eines tschechischen Fanzines, das sich auf den osteuropäischen Punkbereich spezialisiert. Man bekommt einen guten Einblick in die dortige Szene und die Probleme mit Nazis, bekommt aber auch ein paar Bands schmackhaft gemacht. Auch das Interview mit Ju.W.E.L. und dem Schuldenberg Plauen, so wie das Interview mit Chris vom CommiBastard-Fanzine sind sehr lesenswert und geben einen guten Einblick in deren Tun. Neben einem längeren Beitrag über die Anarcho-Band PARAGRAPH 119 finden sich noch weitere eher politische oder persönliche Berichte. So geht es u.a. um Nazi-Black-Metal, Straßenbahnfahren, den Menschenrechts-Aktivisten Elias Bierdel, die Auschwitz-Überlebende Pianistin Esther Bejarano, die Zeitschrift ‘Utopia’ oder das Ungdomshuset in Kopenhagen. Und das ist noch lange nicht alles. Hört sich jetzt nach viel Lesestoff an. Ist es auch, aber Jan schafft es, die Themen einfach und locker dar zu reichen, so dass man leicht verständlich und unterhaltsam durch das Heft geführt wird.
Aufgelockert wird alles zusätzlich mit Tonträger- und Fanzine-Reviews. Zum Schluss gibt es auch wieder den Sachsen-Szene-Report mit den ‘neuesten News’ aus der Szene und kurzen Interviews, die auch überregional interessant sein dürften. Mit der Nummer 14 hat Jan also wieder eine voll gepackte, fast voll gestopfte, unterhaltsame und informative Ausgabe herausgebracht, mit der man sich schon eine Weile beschäftigen kann. Mirko




