PASCOW – ALLES MUSS KAPUTT SEIN
(Rookie Records / Kidnap Music)
Bei PASCOW fällt mir immer wieder auf´s neue auf, wie spannend es sein kann, sich einfach nur die Liedtitel durchzulesen und sich ohne jegliche Hilfe der Texte vorzustellen, was PASCOW wohl damit sagen wollen, z.B. mit Titeln wie “je ne sais pas wo´s lang geht“, “too doof too fuck“ oder “wir glauben an gar nichts und sind nur hier wegen der Gewalt“. Manches klärt sich auf, anderes hingegen lässt Raum für Spekulationen. Es mag sich längst anhören wie ein Standartspruch, aber PASCOW konnten den Vorgänger “Nächster Halt gefliester Boden“ tatsächlich noch mal toppen.
Dabei haben sie eigentlich gar nicht groß was verändert, denn ihr persönliches Rad mussten sie nicht neu erfinden, das rollt mittlerweile von ganz alleine, es gilt nur die Lenkung selbst zu betätigen und die wird wieder durch PASCOW-typische Gefilde gesteuert. Intelligent, klischeefrei und auch gerne mal melancholisch, aber auch wütend, vor allem kraftvoll, und deshalb nicht der Melancholie verfallen. Dazu ein verspieltes Gitarrenspiel, das so gut wie fast jedes Lied auszeichnet und diesem zusätzlich eine eigene Note verleiht. Einen Gastsänger gibt es mit Tobi Neumann von DÜSENJÄGER im Song “an die maulwürfe“ auch noch – kommt sehr gut und gehört neben “äthiopien die bombe“, “wenn mila schläft“ und “ko computer“ zu meinen persönlichen Anspieltipps. Die englischsprachigen Parts jedoch, würde ich als minimalen Beanstandungspunkt festhalten. Warum? Gefällt mir einfach nicht und klingt manchmal seltsam, auch wenn es natürlich nicht ins Gewicht fällt.
Die Sachlage sieht also wie gewohnt aus. Die Band bleibt unverkennbar und klingt auch mit der vierten Veröffentlichung noch frisch und völlig unverbraucht.
Den Strich des Ausrufezeichens haben PASCOW mit ihren Vorgängerwerken bereits gezogen, jetzt kommt mit “Alles muss kaputt sein“ noch das Pünktchen untendrunter! Steff





Hab jetzt gerade sogar das Cover hier vor mir liegen…Dabei muss ich auch noch was zur der Napoleon-Optik sagen…Irgendwie dümpelt da was in meinem Hinterkopf rum…irgendwo kam das doch schonmal…Achja: Bonaparte. Aber das mag ein unglücklicher Zufall…
Aufgefallen durch Beitraege auf den Compilations voM Visions oder Ox…vieleicht sogar beides. Bin doch recht erfreut über neues (mitlerweile nicht mehr ganz so neu). Neu deshalb, weil es erfrischend und unverbraucht klingt. Eigentlich bin ich eher so der Freund der härteren harten Musik. Trotzdem fehlt der Arschtritt bei dem Album nicht. Irgendwie fühl ich mich immer wieder an Muff-Potter erinnert…garnicht so sehr musikalisch. Aber gerade die englischen Einwürfe machen wohl diese Erinnerung aus. Allerdings ist das durchaus nicht negativ gemeint.
Irgendwo isses ja doch blöder Studentenpunk…aber das ist auch gut so und passt…
Musikalisch widder sehr geil und besser als die ‘gefliesster Boden’.
Aber – tschuldigung – die Texte sind ja totaler Mumpitz. Oder soll das irgendwie intellektuell wirken? …denn das isses bei Leibe nicht. Wirklich selten so sinnentleerte Texte gelesen. Aber phonisch mal wieder grandios!