PASCOW – ALLES MUSS KAPUTT SEIN

PASCOW – ALLES MUSS KAPUTT SEIN
(Rookie Records / Kidnap Music)

Bei PASCOW fällt mir immer wieder auf´s neue auf, wie spannend es sein kann, sich einfach nur die Liedtitel durchzulesen und sich ohne jegliche Hilfe der Texte vorzustellen, was PASCOW wohl damit sagen wollen, z.B. mit Titeln wie “je ne sais pas wo´s lang geht“, “too doof too fuck“ oder “wir glauben an gar nichts und sind nur hier wegen der Gewalt“. Manches klärt sich auf, anderes hingegen lässt Raum für Spekulationen. Es mag sich längst anhören wie ein Standartspruch, aber PASCOW konnten den Vorgänger “Nächster Halt gefliester Boden“ tatsächlich noch mal toppen.

Dabei haben sie eigentlich gar nicht groß was verändert, denn ihr persönliches Rad mussten sie nicht neu erfinden, das rollt mittlerweile von ganz alleine, es gilt nur die Lenkung selbst zu betätigen und die wird wieder durch PASCOW-typische Gefilde gesteuert. Intelligent, klischeefrei und auch gerne mal melancholisch, aber auch wütend, vor allem kraftvoll, und deshalb nicht der Melancholie verfallen. Dazu ein verspieltes Gitarrenspiel, das so gut wie fast jedes Lied auszeichnet und diesem zusätzlich eine eigene Note verleiht. Einen Gastsänger gibt es mit Tobi Neumann von DÜSENJÄGER im Song “an die maulwürfe“ auch noch – kommt sehr gut und gehört neben “äthiopien die bombe“, “wenn mila schläft“ und “ko computer“ zu meinen persönlichen Anspieltipps. Die englischsprachigen Parts jedoch, würde ich als minimalen Beanstandungspunkt festhalten. Warum? Gefällt mir einfach nicht und klingt manchmal seltsam, auch wenn es natürlich nicht ins Gewicht fällt.

Die Sachlage sieht also wie gewohnt aus. Die Band bleibt unverkennbar und klingt auch mit der vierten Veröffentlichung noch frisch und völlig unverbraucht.
Den Strich des Ausrufezeichens haben PASCOW mit ihren Vorgängerwerken bereits gezogen, jetzt kommt mit “Alles muss kaputt sein“ noch das Pünktchen untendrunter! Steff

www.myspace.com/pascow