SN-PUNX # 8

SN-PUNX # 8
SN-Punx
c/o Dirk Finger
Franz Mehring Straße 36
19053 Schwerin

“Jeder der noch die Nummer 7 kennt, ist wohl nicht mehr all zu jung.“ So der dritte Satz des Vorwortes, der die Dinge beim Namen nennt. Ich bin nicht mehr all zu jung, doch mein Manko, ich kann mich nicht mehr an eine Ausgabe 7 erinnern, weshalb ich davon ausgehe, das mich diese Ausgabe damals einfach geschnitten hat oder aber Lichtjahre zurückliegt.

Das SN-Punx ist, der Name nimmt es schon vorweg, ein Fanzine aus dem Hause SN-Punx. Deshalb also ganz klar, dass bei diversen Themen (Interviews, Bandcontestbericht oder Werbung) auch die hauseigenen Bands etwas gefördert werden. Nichts Verwerfliches, denn anders läuft es z.B. bei der Plastic Bomb auch nicht, die immer genügend Plätzchen im Heft und auf der CD für ihre Schützlinge freihalten, oder um uns selbst mal an die eigene Nase zu packen, beim Taugenix war es damals mit den Nix Gut Bands auch nicht anders. Aber warum auch nicht? Wenn am Label noch ein Zine hängt oder andersherum, dann ist es doch logisch, dass man die Printplattform auch nutzt.

Nun aber zum Inhalt: Neben den gängigen Hauptzutaten wie Kolumne, Besprechungen oder Terminen, gibt’s Interviews mit BORDERPAKI und STONE SOUR. Selbige findet man ebenso im Konzertbericht wieder, wie auch 2ND DISTRICT, ASHERS und DUKES OF CUMSHOWER. Auf Reisen ging es mit FEINE SAHNE FISCHFILET / THE OFFENDERS und dem Arschcholio Festival, sowie dem Burning Summer Festival, wurden Besuche abgestattet. Es fühlt sich mit 34 Seiten etwas mager an, das SN-Punx Fanzine, also für lange Lesestunden weniger geeignet, deshalb mehr für die ausgedehnte Klositzung oder die einstündige Zugfahrt zu empfehlen. Wer aber selbst mal Schöpfer eines kleinen D.I.Y. Blattes war oder sich daran versucht hat, der weiß, wie viel Arbeit in so einem Heftchen steckt und wie viel Zeit es verschlingt. Darum zählen weder die Seitenanzahl, noch der Faktor, dass es sich hier fast ausschließlich “nur“ um Musik dreht, als Kritikpunkt. Etwas befremdlich finde ich es aber, womit wir doch noch zu einem, wenn auch dem einzigen Kritikpunkt kommen, dass vielleicht nicht der böhseste der Ex-ONKELZ, aber immerhin das Brain der Ex-ONKELZ, bzw. seine neue DVD, abgefeiert wird und das auch noch über eine komplette Seite. Ich gehöre zwar nicht zur Gruppe derer, die DER W jetzt ständig in den Topf der Vergangenheit werfen müssen, aber ich kann auch nichts dagegen machen, dass ich in jedes Auto mit ONKELZ Heckscheibenaufkleber einen prüfenden Blick werfen muss. Meine ONKELZ Phobie ist zwar bei weitem nicht die Ausgeprägteste, aber sie ist nun mal da. Passend dazu, geht DER W zum Ende des Jahres mit MOTÖRHEAD auf Tour. Das trifft sich doch perfekt, denn gegen die hab ich auch ne´ Phobie ;- )

Abschließendes Fazit: Bis auf den großen viertletzten Buchstaben im Alphabet gibt’s von meiner Seite nicht groß was zu beanstanden. Die Interviews sind interessant, die Berichte lesen sich flüssig und bei einem Euro pro Exemplar, können wir hier von einem passablen Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen. Spike

www.sn-punx.de