
Dass diesjährige BREAK THE SILENCE Festival ist Geschichte. Allerdings eine Geschichte, auf die man gerne zurückblickt. Am 09. + 10. Juli wurde im Hämelheide, zwischen Bremen und Hannover, bei 40 Grad im Schatten ausgelassen und friedlich zu guter Musik gefeiert. Wer es ruhiger mochte, der konnte den Vorlesungen lauschen oder sich an diversen Infoständen informieren. Für das leibliche Wohl sorgten Vegan Wonderland und zum Nachspülen, die Luft war durch die tropischen Temperaturen sehr staubig, gab es vom kühlen Bierchen, über den leckeren Cocktail, bis hin zu antialkoholischen Getränken die ganze Palette an Flüssignahrung. Die Organisatoren haben sich also mächtig ins Zeug gelegt, wobei sie im Bereich der Konzertveranstaltung ja aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen können. Mit einen Festival dieser Größenordnung, außerhalb des heimischen Jugendzentrums und mit einem Arsch voller Auflagen, betraten sie allerdings Neuland, aber das doch recht eindruckvoll. Wie es aus Sicht der Veranstalter gelaufen ist? Welches erste Fazit gezogen werden konnte? Ob es ein weiteres BREAK THE SILENCE Festival gibt? Diese Fragen hat uns Ballo, natürlich auch stellvertretend für die restliche BREAK THE SILENCE Crew, beantwortet.
Ugly Punk: Das Erste BREAK THE SILENCE Festival gehört nun der Vergangenheit an. Kannst du uns schon ein paar Zahlen nennen. Wie viel Besucherzahlen konntet ihr verzeichnen? Konntet ihr alle Kosten decken, oder habt ihr rote Zahlen geschrieben?
BTS: Das erste Festival liegt hinter uns und wir sind immer noch alle voll im Arsch. Aber wir müssen sagen, das sich der ganze Aufwand wirklich gelohnt hat und wir ein tolles Festival auf die Beine stellen konnten… Besucherzahlen lagen so zwischen 800 bis 1000 Personen, was sich für einen ersten versuch durchaus sehen lassen kann. wir konnten die größten kosten abdecken… sind quasi +/-/0 aus der Sache raus… und das ist mehr als wir erwartet hatten. Das war aber auch nur möglich, weil viele Helfer einfach ihren Job freiwillig gemacht haben und wir mit dem Gelände auch mehr als Glück hatten, denn auch der Eigentümer des Geländes hat durch seine Mithilfe einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, das wir die Kosten im überschaubaren Rahmen halten konnten. Auch die Bands waren klasse, die durchaus auch das Risiko mitgetragen haben… also wenn das Festival in die Hose gegangen wäre, dann wären auch die Bands teilweise leer ausgegangen… das war nicht der Fall… aber ohne die Unterstützung vieler Leute hätten wir das nicht so geschafft… auch durch die grandiose Werbung durch das UGLY PUNK oder das PLASTIC BOMB haben wir es geschafft, auch überregional an die Leute ranzukommen… Es war klasse, Menschen aus dem Ruhrpott, aus Hessen, Bayern, Rheinland Pfalz, Sachsen, Thüringen hier auf der Wiese zu treffen… Wie gesagt, das Festival hat die Kosten eingespielt… ein wirkliches Plus haben wir nicht gemacht, und das hat auch keiner erwartet… wir haben´s geschafft, aus vereinten Kräften und vieeeeeel Idealismus die Sache so aufzuziehen, das unser Konzept von vorne bis hinten aufgegangen ist… danke an alle Besucher, Helfer und anderweitig Mitwirkende!!
Ugly Punk: Wenn du mal zurückblickst. Wann hattet ihr mit den Planungen für´s Festival begonnen und was war letztendlich ausschlaggebend dafür, das ganze ins Leben zu rufen?
BTS: Also planen tun wir das ganze schon seit Jahren… das Problem war halt, wo soll man das machen… und es war so, das wir sehr lange nach dem passenden Areal gesucht haben! Und das gab es halt nicht… bis wir eines Tages auf einen kleinen grauhaarigen Mann gestoßen sind, der sich als wahrer Glücksgriff herausstellte. Dieser Herr, so stellte sich heraus, besitzt ein Areal von über 5 Fußballfeldern in Form einer alten Bundeswehranlage. Naja, und wir haben ihn gefragt, da wir von ein paar Hip-Hoppern und Sprayern über ihn gehört hatten… das Gelände jedenfalls übertraf alle unsere bisherigen Erwartungen! Es war ideal… und gegen einen kleinen Obulus hat er uns quasi das Gelände vermietet… wie gesagt, geplant war das Festival schön länger, wobei das nicht unser erstes Festival war, sondern unser 3tes unter dem Namen BREAK THE SILENCE. Unser erstes Festival hatten wir bereits 2004… da hatte sich ein gewisser Herr Jürgen Rieger hier in Verden breitgemacht und mit dem Kauf des Heisenhofes in Dörverden (ca 5km vom Festival-Gelände entfernt!) für Medien-Wirbel gesorgt. Da wir damals ein Haufen von Leuten waren, die keinen Bock auf diese Nazi-Umtriebe hatten, haben wir uns entschlossen, aktiv dagegen zu Protestieren… gegen ein neues Nazi-Zentrum und gegen Naziumtriebe in der Region. Wir hatten damals eine “BUNT STATT BRAUN” Demo organisiert, wo wir uns alle verkleidet hatten. Und dazu haben wir ein Festival 2 Tage lang organisiert, im JUZ VERDEN, mit allerlei netten Bands. Das Festival ist damals wirklich gut angekommen und die Demo war mit 500 Teilnehmern durchaus gut besucht für Kleinstadt-Verhältnisse. Dieser politische Faden zog sich bisher durch alle Veranstaltungen… wir legen Wert darauf, das die Aussagen der Bands klar anti-rassistisch sind!!! Das zweite Festival haben wir nur einen Tag lang gemacht, unter dem Motto “STOMP DOWN THE NAZI SCUM” …wo u.a. so Bands wie RAWSIDE oder BEHIND ENEMY LINES und APATIA NO auf unseren Brettern standen! Und nun haben wir es geschafft, den Schritt nach draußen zu wagen und es hat geklappt. Das Festival wurde konkret dann seit einem Jahr geplant… also die wirkliche Planungsphase war ein Jahr… und da ging es nur ums Festival… da waren schon einige so genervt, das sie abgesprungen waren… aber wir wollten es auch gut machen… und dann muss man halt hartnäckig sein und Ausdauer haben… das hat sich ja nun auch gelohnt.
Ugly Punk: Stumpfe Bands ziehen, wie sollte es auch anders sein, stumpfes Publikum an. Da auf dem BREAK THE SILENCE durchweg nur Bands mit politischen Anspruch spielten, konnte man dem, was man von anderen Großveranstaltungen kennt, gut vorbeugen. Haben sich den trotzdem irgendwelche Deppen oder Stressmacher in die Hämelheide verirrt oder hat die Ansage für ein gewaltfreies Wochenende gefruchtet? Gab´s da irgendwelche Brennpunkte???
BTS: Also, wir haben bei der Bandauswahl schon darauf geachtet, das wir nicht in diese typische Festival-Schiene abdriften. Ganz klar und außer der Diskussion war, das solche Kackbands, wie z.B. PÖBEL & GESOCKS, BETONTOD und wie sie alle heißen, hier nichts zu suchen haben… die sollen mal schön auf dem FORCE ATTACK spielen… Wir haben da auch nen ganz anderen Spirit… aber klar, die Bandauswahl war schon sehr speziell… also nichts mit unpolitisch… wobei ich sagen muss, das nicht alle Bands die gespielt haben, ultra politisch waren!!! Es wurden auch Liebeslieder geträllert oder es ging auch schon mal ums saufen und das eigene Ego… nur Politik ist ja auch langweilig… aber man kann das ganze wohl dosieren. Was sehr positiv aufgefallen ist, das es keine nennenswerten Auseinandersetzungen gab. Selbst Beziehungskrisen wurden geklärt… es kam sogar einer an und meinte, er habe Probleme mit seiner Freundin, wollte lieber nicht trinken und hat geschmollt. Es war wirklich friedlich und auch sehr sympathisch, was aber auch daran lag, das wir die Security-Frage selber gelöst haben… wir haben SECU selber gemacht, alle Helfer haben ihr bestes gegeben… wobei ich aber auch sagen muss, wenn jemand aus der Reihe getanzt wäre, hätten wir uns auch durchsetzten können… Alle Besucher sind fair miteinander umgegangen, wenn´s Zickerein gab, dann wurde das friedlich gelöst… das war super! Noch mal auf das Politische zurückzukommen… klar haben wir schon zugesehen, das das ganze nen politischen Anspruch hat, denn das was wir machen, hat auch nen politischen Grundgedanken… wir wollen Aufsehen mit der Aktion in der Gegend erwecken… und das haben wir geschafft. Das Festival hat für ne menge Wirbel gesorgt… und Diskussionsstoff bei der Gemeinde-Versammlung…
Was ich dazu ergänzen möchte… Am selben Tag war Schützenfest in Hämelheide. Auf dem Schützenfest gab es eine herrliche Massenkeilerei… da gab es richtig aufs Maul… mit 250 Besuchern! Auf unserem Festival, was 3 km davon entfernt war, wo knapp 3x soviel Leute waren, gab es nur einen gebrochenen Fuß beim Fußballspielen… tja, das hat für ordentlich Zündstoff gesorgt, denn die Gemeinde hatte größte Sorgen wegen dem Festival… tja… sollen mal vor der eigenen Haustür kehren… Wir als Veranstalter bestehen darauf, das es friedlich bleibt… sollte es ausarten, dann müssen wir Konsequenzen ziehen… Danke noch mal an alle Besucher, das alles so toll abgelaufen ist… das ist im Interesse von allen Beteiligten!!!
Ugly Punk: Du meintest ja, das die Region, in der das Festival stattfindet, doch recht Naziverseucht sei. Gab es diesbezüglich irgendwelche Zwischenfälle?
BTS: Also die Gegend hier rund um Nienburg, Verden, Walsrode, Bremen ist schon ein ziemlicher Brennpunkt neofaschistischer Aktivitäten. Und auch sonst ist die Gegend hier ganz gut braun verwurzelt. Also die konservativen Spießbürger haste hier natürlich auch… Faschomäßig ging es hier vor 5 Jahren ganz gut rund, da hatten wir hier eine ziemlich gut funktionierende Kaderzelle. Hier im Umkreis befindet sich auch der Heisenhof, das war ne zeitlang so ne Art Kommando-Zentrale… hier wurden die Wahlvorbereitungen für das Bundesland Niedersachsen und so für die NPD koordiniert. In der Vergangenheit hat es da auch schon häufiger gekracht. Nazis haben eine Lehrerveranstaltung bewaffnet gestürmt und Menschen mit anderem Weltbild wurden auf offener Straße angegriffen. Erst letztens wurde das Jugendzentrum in Walsrode und einige Kids in Walsrode von Nazis attackiert… zum Glück kam niemand wirklich zu schaden… Daraus zeichnet sich eine gewisse Unberechenbarkeit ab… also den Faschos hier trau ich alles zu. Und wir waren auch darauf vorbereitet, dass eventuelle Sabotage-Aktionen gegen unser Festival laufen, was sich aber nicht bewahrheitet hat. Es gab keine An- oder Übergriffe. Mittlerweile sind die Herrschaften auch nicht mehr ganz so aktiv… bekommen anscheinend nicht soviel gebacken. Vor 5 Jahren hätte das bestimmt noch anders ausgesehen. Allerdings sind die jeweiligen Mitglieder der Freien Kammeradschaften hier nicht so gut aufeinander zu sprechen, so dass sie gemeinsame Aktionen nicht so schnell auf die Reihe bekommen. Wie gesagt, wir waren gut vorbereitet, haben auch Nachtwachen geschoben und ne Telefonkette gab es für den Fall der Fälle auch… da hätten wir eher unsern Spaß gehabt, als die ihren. Aber wir sehen diese Entwicklung trotzdem mit Sorge, denn zu Übergriffen kommt es vereinzelt immer wieder mal. Besonders so Prolls mit Deutschland-Fähnchen am Auto kurven hier rum… die rasen mit ihrem Golf durch die Straßen und abends gibt´s Stunk auf den Szene-Parkplätzen…
Ugly Punk: Kein Festival funktioniert ohne bestimmte Regeln. Eine die ich besonders gut fand, war die, dass ihr keine Vierbeiner geduldet habt. Warum bekommen das so viele Festival-Veranstalter nicht auf die Kette und warum war euch das so wichtig, das die Leute die Vierbeiner zu Hause lassen sollen?
BTS: Ich denke, dass so was ne Selbstverständlichkeit ist. Wir selber haben die Erfahrung gemacht, da wir selber uns ja auch auf anderen Festivals rum treiben… die Vierbeiner laufen verstört durch die Gegend, während Herrchen oder Frauchen besoffen irgendwo unterm Busch liegt, und sich wahrscheinlich den Hund aus dem Gedächtnis gesoffen hat… Ganz klar, ein Festival ist nichts für Tiere… und da einige von uns selber Hundehalter sind, war es für uns klar, dass das ein absolutes NO GO! ist, denn was man den Tieren damit antut, kann kein Mensch nachempfinden. Da ist noch nicht mal nur die laute Musik das Problem, sondern die ganze Umgebung, die vielen Menschen, 1000 Reize… das kann so ein Tier nicht wirklich verarbeiten. Da wundern sich manche, warum der ansonsten so brave Hund aggressiv wird und eventuell auch beißt… Von den Scherben und scharfen Blechdosen als Verletzungsgefahr für die Pfoten mal ganz abgesehen. Wenn jemand meint, er will seinen Hund mitbringen, dem zeigen wir gerne, wie er wieder nach hause kommt… Wir wollen damit auch an die Vernunft der Leute appellieren. Das ist uns schon wichtig. Und ich denke, jeder der einen Hund hat und liebt, kann sich auch im Bekanntenkreis umhören, ob es so was wie nen Hundesitter gibt.
Einen Fall hatte wir auf dem Gelände, da war so ein etwas älterer Typ schon nen Tag vorher angekommen und wollte sich umschauen, war rotzbesoffen und hatte seinen Hund mit am Start, der mit dieser Situation auch nicht gerade glücklich war… wer Hunde kennt weiß, wie schwer sich die Tiere mit Wesensveränderungen tun… ich kenne Hunde, die mögen es nicht, wenn Herrschen oder Frauchen besoffen sind… und wenn dann etliche Besoffene da herumlaufen…
tja… der Typ jedenfalls war mächtig sauer auf mich, weil ich ihm gesagt hatte, er könne mit dem Hund gerne nach Hause fahren… der war richtig beleidigt… aber da hilft nur die harte Tour… entweder man setzt das gleich durch, oder man geht baden….

Ugly Punk: Wie war denn so das erste Feedback der Besucher? Ich konnte bspw. schon ne´ Menge Lobeshymnen vernehmen.
BTS: Also die Reaktionen waren doch sehr unterschiedlich bzw. weitgehend positiv. Natürlich sind wir für Kritik offen. Und wir besprechen das auch. Minuspunkt war einfach, das wir uns um das Thema “Rollstuhlfahrer” keinen Kopf gemacht haben… also die sanitären Einrichtungen für Gehbehinderte oder Rolli-Fahrer waren aus unserer Sicht nicht zumutbar… allerdings gestehen wir uns selber ein, das wir darüber überhaupt nicht nachgedacht haben… sorry… den Schuh ziehen wir uns an und geloben Besserung… Auch der Campingplatz war leider nicht das Optimum, wozu ich allerdings sagen muss… nennt mir bitte ein Festival, wo der Zeltplatz bei einer solchen Hitze geil ist… wir waren ja froh, das wir überhaupt nen Acker zum Zelten bekommen haben… Was allerdings sehr wohlwollend aufgenommen wurde, war die Tatsache, das uns das typische Deppen-Festival-Volk erspart geblieben ist… also wir hatten hier so gut wie keine Proleten am Start… sehr nette Atmosphäre… das lag aber bestimmt auch daran, das wir im Vorfeld diese ganze undurchschaubare Unpolitisch-Scheiße abgelehnt haben… das war für uns klar! Und wichtig war uns auch, dass das Festival den Flair hatte “Von der Szene für die Szene… also wir haben alles DIY selbst organisiert und gemanagt… Gut fanden die Leute auch, das wir uns von einer freundlichen und natürlichen Seite gezeigt haben. Es ist schon was anderes, wenn Leute im Graben stehen und lachen und auch Bock auf das alles haben, als irgendwelche Secu-Gorillas mit Knopf im Ohr… das macht viel aus… Bandauswahl war soweit okay, wenn es auch einen Ausfall zu vermelden gab… naja, zu der Band MUECA nehmen wir hiermit Abstand… Idioten… sollen bleiben wo der Pfeffer wächst… Die kommen hier aus der Gegend und wir dachten, nette lokale Band… aber die waren echt assig! Ich denke jedenfalls, dass wir das alles ganz gut gemacht haben, wenn man mal bedenkt, das es unser erstes Festival war. Da haben wir ja noch “Welpenschutz”.
Ugly Punk: Neben Punkrock oder Crust gab es z.B. auch Hip Hop Acts! Man kann also nicht speziell von einem Punkfestival sprechen. Wie wichtig war euch die Zusammenstellung verschiedener Musikstile?
BTS: Sehr Wichtig? Wenn nicht sogar das Non-Plus-Ultra. Es gibt viele kleine Szenen, aber im Endeffekt denken viele das gleiche. HOLGER BURNER oder KURZER PROZESS vertreten teilweise politische Ansichten, mit denen wir uns identifizieren können… und es gibt da dann auch Parallelen zu Bands wie ALARMSIGNAL oder aber auch OI POLLOI… alle diese Bands haben Inhalte und wir finden es wichtig, das die Leute vielleicht auch mal über den Tellerrand schauen. Es kamen einige Leute an und meinten sogar, das sie das voll gut finden, das auch mal was anderes als Punk spielt… Ska oder Reggae-Dub oder Grindcore… es ist alles im Endeffekt dasselbe, weil die Kernaussage dieselbe ist. Die Mischung fanden wir sehr gut, denn somit war für jeden was am Start… nichts wäre langweiliger gewesen, als ein reines Punk-Festival… das wäre nicht unser Ding… GUTE PIE EARSHOT z.B. waren der Hammer… das sind auch Punks… Drum and Bass mit Cello… Auch beim nächsten Mal werden wir darauf achten, möglichst viele Musikstile unter einer Message zu vereinen. Für uns sind nun mal die Inhalte ganz wichtig. Und wir sind eine gute Crew, die sich auch gerne mal einem Experiment hingibt. Also auch mal versucht, was zu vermischen. Und wie gesagt, wir haben uns da auch was bei gedacht. HOLGER BURNER zum Beispiel war grandios und hat echt gut Stimmung gemacht. Was aber auch sehr gut war, das wir auch Ska oder Reggae am Start hatten. Uns ist es wichtig, dass die Künstler, die auf der Bühne stehen, was zu melden haben. INNER TERRESTRIALS waren auch ein ganz großes Kino… Und wenn die Message stimmt und dann alle miteinander feiern, kann man durchaus davon sprechen, dass wir das richtig gemacht haben. Auch beim nächsten Mal werden wir also darauf achten, das wir alles in einen Topf schmeißen, was uns so in die Finger kommt. Von dem wir denken, das es passt, das es Inhalt hat und mit dem wir uns auch identifizieren können.
Ugly Punk: Können Bands, die nächstes Jahr gerne auf dem BREAK THE SILENCE Festival spielen wollen, bei euch anfragen? Oder haltet ihr es lieber so, das ihr die Bands ansprecht, die eurer Meinung nach ins Konzept dieses Festivals passen?
BTS: Natürlich können uns Bands ansprechen, gerne sogar… die Frage ist nur, wie sie uns ansprechen… Also ich kann schon mal gleich sagen, wenn die Tonnen an Emails kommen – “Hey, schau mal unsere Myspace-Seite”… dann klicken wir auf löschen… also es ist uns schon wichtig, das es den Bands wichtig ist zu spielen! Und vor allem ist es uns wichtig, dass Bands spielen, die ganz klar Stellung gegen Sexismus, Rassismus, Intoleranz beziehen, und auch in den Texten ganz klare Statements vertreten… Den Bands sollte auch klar sein, das sie horrende Gagen bei uns nicht bekommen… sie werden fair bezahlt, Unkosten wollen ja gedeckt sein, aber wenn ne Band mit irgendwelchen astronomischen Gagen-Forderungen ankommt, dann können sie kacken gehen… Wir sind darauf bedacht, das es fair zugeht… und wir wollen nicht wie andere Festivals Bands mit Geldscheinen locken… hatten wir jetzt beim ersten Mal auch nicht nötig… alle Bands die gespielt haben, haben das gerne gemacht… und das ist uns wichtig…
Wir werden wieder ein Hauptaugenmerk darauf richten, dass das, was spielt, auch vertretbar ist… nen ausfall hat man immer mal… dies Jahr hatten wir auch ein, zwei Ausfälle… egal… passiert… Aber im Großen und Ganzen freuen wir uns, wenn Bands Bock haben, hier mal die Heide zu rocken… Wenn ihr Interesse habt, dann meldet euch doch unter gasrecords@gmx.net! Würde uns freuen… und seid nicht böse, wenn ihr dann vielleicht doch nicht spielen könnt… es kann leider nicht jeder spielen… aber wir haben vor allem Bock auf neue gute Bands… Vorlesungen soll es auch weiterhin geben, das war echt ne klasse Idee… und die Leute fanden es gut und wurden so wirklich nett unterhalten… das werden wir nächstes Jahr noch mal ordentlich ausfeilen… nächstes mal gibt es ein richtiges Lese-Zelt… Das hatte dieses Jahr nicht so ganz geklappt… aber die Lesungen waren toll… wenn sich da ein paar junge Autoren für begeistern könnten, bei uns ne Lesung abzuhalten… sehr gerne… meldet euch mal… Wie gesagt, wir freuen uns riesig über jede Zuschrift und sehen der Sache sehr positiv ins Gesicht… wir wollen auch möglichst neue Bands spielen lassen und nicht immer nur die alten Säcke ausbuddeln…
Ugly Punk: Das nächste Festival soll wann stattfinden?
BTS: Das ist gerade ne gute Frage, das wissen wir selber noch nicht… erstmal müssen wir nun das letzte Festival verdauen… viele sind in den Urlaub geflüchtet und es gibt da noch einige Dinge, die wir berücksichtigen müssen… Wir müssen sehen, das wir den Acker wiederbekommen, kommt ganz auf den Bauern an, was der anpflanzen will… Naja, und dann müssen wir schauen, wie schnell das mit der Genehmigung klappt, denn ohne ne Genehmigung von der Gemeinde, brauchen wir gar nicht ans Organisieren denken… naja, das sind so ein paar Faktoren, die wir berücksichtigen müssen und die uns eventuell terminlich nen strich durch die Rechnung machen… Wenn der Bauer Raps anpflanzt, dann haben wir jedenfalls schon mal ein Problem… und der will was anderes anpflanzen… wenn wir was wissen, dann Posaunen wir das auch rum… es wird ein 2. Festival geben, das steht fest, bloß wann und wie, das können wir nicht sagen… und da wollen wir uns noch nicht festlegen…
Ugly Punk: Danke für die Auskünfte und Respekt für das, was ihr auf die Beine gestellt habt. Beste Grüße an die gesamte BREAK THE SILENCE Crew!
BTS: Dann sagen wir auch mal Danke… Danke für die Unterstützung an alle helfenden Hände, an alle, die mit Werbung gemacht haben, an alle die mitgeholfen haben, an alle die sich wirklich freiwillig bei 40 Grad den Arsch aufgerissen haben, an die Koch-Crew, an das Tresen-Personal, an die ganzen netten Securitys, an die lieben Leute von den Johannitern, die sich um das Wohl der Besucher gekümmert haben… hey, das war so super… die lieben Leute aus Hamburg, Bremen, Göttingen, Stendal… alle lieben Leute, die mitgeholfen haben, das Fest zu dem zu machen, was es war… ne tolle große Sause… Und auch an all die lieben Fanzines, die geholfen haben bei der Werbung… Gracias! DAS IST DIY!! DAS IST PUNK!!! Und die tollen Besucher, die uns wirklich gezeigt haben, das feiern auch anders geht… Danke! Mit wem wir meckern müssen, ist eigentlich nur der kleine Mann da oben, der das Wetter gemacht hat… wir hatten zwar gutes Wetter bestellt, aber das war echt ne Nummer “zu gut”…also 40 Grad im Schatten… das war so nicht abgesprochen… das war doch ein bisschen heiß… aber wir wollen ja nicht meckern…
UP THE PUNKS!!!!





Jungens!! Kopf hoch !! Manöver Kritik ist immer gut und aus den gemachten Fehlern lernt Ihr doch !!
Haut rein !!
Gruß Klaus
nur schade das rasta knast am samstag absagen mussten!