HAGBARD CELINE – THE POINT OF NO RETURN

HAGBARD CELINE – THE POINT OF NO RETURN
(S.N. Rex.)

Vor sechs Jahren erschien das erste Album der Moselpunx HAGBARD CELINE und über die Jahre fanden sowohl die erste, wie auch die zweite Auflage genügend Abnehmer. Mit dem schwäbischen Label S.N. Rex. fand man ein passendes Unternehmen, dass die Scheibe jetzt zum dritten Mal auflegt und darf man der Band glauben, befinden sich auf diesem Werk viele der besten HAGBARD CELINE Songs. Geschmückt mit neuem Layout und angereichert mit 8 Bonusstücken wird dieses Teil nun also erneut auf die Menschheit und deren Gehörgänge losgelassen.

Schon zu den Anfangszeiten der Band ging es rau zur Sache. Sänger Chris krakelt ohne Rücksicht auf die Stimmbänder, bis sich die Balken biegen. Natürlich in bester “Claus Knochenfabrik Manier“ – und das die Kölner Kultkapelle großen Anteil am HAGBARD CELINE Stil hat, daraus macht auch keiner einer Hehl. Das hat dann auch den Vorteil, dass das Cover von “Filmriss“ vielleicht das authentischste von den gefühlten tausend KNOFA Covern ist, die mir bisher durch die Gehörgänge gekrochen sind. Dass die beiden Rostkehlchen von Mosel und Rhein noch kein Duett miteinander gekrächzt haben, wundert mich da schon ein wenig. Beim Alkoholvernichten kämpften sie doch scheinbar auch so manch gemeinsame Schlacht, wie in Insiderkreisen gemunkelt wird, aber das steht natürlich auf einem anderen Blatt Papier. Hier gibt’s also geschrieenen Deutschpunk, mit diversen bewusst verrissenen Tönen und mit durchgeburnten Texten, die zu einer Zeit geschrieben wurden, als es an der Mosel nicht nur im Winter geschneit hat ;- )  Es sind einige Perlen dabei, die auch direkt nach dem ersten Durchlauf hängen bleiben, andere hingegen brauchen etwas Zeit um zu wirken. Medaillen würd ich aus dem Stand heraus an “Kentucky schreit Ficken“, “Früher hieß das Punk“ und “Wintermärchen“ vergeben.

Normalerweise misst man das aktuellste Werk ja immer mit dem Vorgänger, was hier natürlich keinen Sinn machen würde, da es sich, wie bereits erwähnt, um das Re-Release des Erstlingswerkes handelt und das Trio auf der Entwicklungsleiter, besonders was die Soundqualität angeht, einige Stufen nach oben geklettert ist. Die guten alten Songs in der Aufnahmequalität des letzten Albums, dass wäre wohl das Gelbste vom Ei. Falsch machen kann man hier natürlich trotzdem nix, es sei denn man steht auf “Scheiß Bullen“ oder “Jeden Tag nur Saufen“ Texte. Wer mit der “Am Ende die Guten“ CD seine Freude hatte, dem wird sie auch hier nicht genommen werden. Steff

www.myspace.com/hagbardcelinepunk