TREVOLT – I ALL HAST

TREVOLT – I ALL HAST
(Heptown Records)

Während ich die CD aus der Hülle nehme und dem Laufwerk überantworte, schiele ich kurz auf den Promowisch von Heptown. Die ersten Zeilen „Do you enjoy RISE AGAINST, NOFX, BAD RELIGION, BILLY TALENT and ALKALINE TRIO? Do you miss what GREEN DAY, MILLENCOLIN, BLINK 182 and SUM 41used to be?“ jagen mir einen Schauer über den Rücken und entlocken meinen zusammengepressten Lippen ein entschlossenes „Nein, verdammt!“. Ich vermisse sicher nicht, was diese Bands mal waren, außer vielleicht vor der Bandgründung: nicht existent.

Meine Laune ist am Tiefpunkt, als die CD anfängt sich zu drehen. Der Media Player gibt die ersten Töne an die Boxen weiter, und ich bin überrascht. Positiv überrascht, denn diese Musik vermag mich aus der Heptown-schickt immer-nur-Mist-Stimmung zurückzukatapultieren in eine geil-endlich-Sommer-ab-in-den-Park-Leute-treffen-Bier-trinken-Stimmung. Und obwohl ich diesen melodischen US-Sound eigentlich nicht so feiere, wippt mein Fuß hier zum Teil begeistert mit. Und der muss ja wissen, was mir gefällt. Okay, es ist klar, dass bei 17 Songs auch einer oder zwei dabei sind, die eher nervig sind, denn wo Licht, da Schatten.

Insgesamt ein wirklich gutes, abwechslungsreiches Album, was sogar einem ollen Miesepeter wie mir gute Laune macht. Aber gleich im Park wird sich erst mal wieder über dieses scheiß jonglierende Hippiepack aufgeregt. Dann bin ich auch wieder im Gleichgewicht. Tammo

www.myspace.com/trevoltpunk