EIN KLEINER VERRISS FÜR ALLE REVIEWER

Seit einiger Zeit kotzen mich verschiedene Tonträgerbesprechungen in diversen Fanzines und Online-Magazinen tierisch an. Da wird gnadenlos alles verrissen, was nicht dem EIGENEN MUSIKGESCHMACK entspricht. Seid ihr euch eigentlich im Klaren, welche „Macht“ ihr mit euren Reviews habt? Auffällig sind solche Verrisse vor allem im Ox, Trust und anderen hardcorelastigen Magazinen, Plastic Bomb ist in der Beziehung auch nicht mehr das, was es mal war. In genannten Sprachrohren wird gerne mal alles, was von bestimmten, oft zitierten Labels kommt oder sonst irgendwie deutsche Texte hat, gnadenlos in die Tonne gekloppt. Die Reviews lesen sich teilweise so, als wurde die CD gar nicht erst angehört. Auch fällt mir auf, dass ältere Schreiberlinge (Ü30, Ü40-Fraktion) gnadenlos alle deutschsprachigen Veröffentlichungen verreißen. („..ach nö, Deutsch-Punk, das ist was für pubertierende Assis..“) Leute, ihr verfehlt euren journalistischen Auftrag! Man sollte doch etwas neutraler an die Sache rangehen und nicht alles gnadenlos runtermachen, was nicht dem eigenen Musikgeschmack entspricht. Als Mitglied einer ehemaligen Nix-Gut Band kann ich ein Liedchen davon singen, haha. Auffällig ist auch, dass etablierte Bands noch einigermaßen gut abschneiden. Neue und unbekanntere Bands dagegen haben gleich verschissen. Liebe Reviewer da draußen, kommt doch mal etwas von eurem hohen Ross herunter! Überhaupt nimmt die Meinungsmache einiger Magazine schon fast Bild-Zeitungs-Ausmaße an. Aber das ist ein anderes Thema. So, ich hoffe, ich sorge mal wieder für etwas Wirbel und Tumult, is ja schließlich Sommerloch. Beschimpfungen und Pöbeleien bitte als Kommentare posten!

Chris de Barg