TURBOSTAAT – DAS ISLAND MANÖVER

TURBOSTAAT – DAS ISLAND MANÖVER
(Same Same But Different / Warner)

Man merkt, dass die Heimat von TURBOSTAAT dicht am Wasser liegt. Meeresflair und Seeluft sind nämlich auch diesmal treue Gefährten in den Songs der Flensburger. Wer aber nach Auftritten auf Festivals mit größerer Hausnummer oder Konzerten im Vorprogramm einiger Rockstargrößen, und mit der zweiten Platte nach dem Majordeal, nun gedacht hatte, eine begradigte und angepasste Kapelle vorzufinden, der darf beruhigt aufatmen.

Auf “Island Manøver“ präsentieren sich die Nordlichter gewohnt roh, gerne mal schräg, ja manchmal sogar unberechenbar elektronisch. Der Eigensinn siegt über das, was die Masse vielleicht gerne hätte. Das heißt natürlich nicht, dass TURBOSTAAT fleißig auf der Stelle treten ohne sich zu entwickeln. Sie erfinden sich und ihre Songs zwar nicht neu, aber sie erfinden sie immer wieder anders. Sie sind melodisch, aber nicht immer offensichtlich melodisch. Sie können ausbrechen und gleich danach wieder zur Ruhe kommen. Sie können mit einem recht düsteren und teilweise beängstigen Songwriting Wechselbäder der Gefühle auf ihre Art und Weise erzeugen und vermitteln.

Sie haben irgendwie das Geheimrezept gefunden, welches vom Wasser an den Strand gespült wurde. Dass Meeresluft gut tut, konnte man bisher nur fühlen, jetzt kann man es auch hören. Steff

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