EIN BEKOTZTES FEINRIPPUNTERHEMD IST DER DRESSCODE ZU MEINEM LEBENSGEFÜHL

EIN BEKOTZTES FEINRIPPUNTERHEMD IST DER DRESSCODE ZU MEINEM LEBENSGEFÜHL
Kopfnuss Verlag

Ellerstraße 32
53119 Bonn

Das Leben ist hart, aber Alexander Gräbeldinger ist noch viel härter! Dieser Gedanke begleitet mich fast durchweg von den ersten bis zu den letzten Seiten der gesammelten Werke von Herrn Gräbeldinger, der neben seiner Tätigkeit als Buchautor auch als Ox Kolumnist und KARATE DISCO Schlagzeuger beschäftigt und kein unbeschriebenes Blatt ist.

In den ausgewählten und vereinten Kurzgeschichten geht es stets turbulent zu und nur selten zugunsten des Verfassers aus. Man kann bestens in die beschriebenen Situationen eintauchen und beginnt sehr schnell sich mit dem Betroffenen zu solidarisieren. Warum auch nicht, schließlich gehören wir fast alle zur Armee der vom Pech verfolgten, weshalb wir mit unseren Leidengenossen natürlich mitfühlen, aber auch mitschmunzeln können. Das Leben schreibt vielleicht nicht immer gerechte , aber dafür schreibt es spannende und manchmal auch unglaubliche Geschichten und wenn man diese mit dem Mut fürs Detail ausführt und mit genügend Emotionen authentisch zu Papier bringt, dann bekommt man ein Ergebnis, wie das hier Vorliegende. Ein Buch über eine ehrliche Haut, ein Buch das Gemeinsamkeiten aufdeckt, ein Buch das unterhält, ein Buch, in dem der oftmalige Verlierer trotzdem irgendwie der Gewinner ist. Oft möchte man dem Protagonisten einfach nur auf die Schulter klopfen, ihm Mut machen oder ihn zur Aufmunterung zu einem Glas Bier einladen. Doch dann fragt man sich, ob ein Glas Bier überhaupt angebracht wäre, weil es vielleicht nicht zur Situation oder nicht mehr in den Betroffenen hineinpasst und während man noch überlegt, hat sich der “tragische Held“ selbst und unverhofft aus der Problematik befreien können, bzw. ist noch tiefer hineingeschlittert. Es ist ein frischer und unterhaltsamer Schreibstil, mit dem der Autor seine in Tagebuchform festgehaltenen Storys erzählt, der mit liebevollen Kuriositäten gespickt und doch trotzdem total vertraut ist. Im Interview auf den hintern Buchseiten beteuert Alex auch noch mal, dass seine Geschichten zu 98% auf Tatsachen beruhen und nur ca. 2% der schriftlichen Freiheit des Autors unterliegen. Das sei lediglich für diejenigen erwähnt, die vielleicht schon die ein oder andere Ox Kolumne vom Verfasser kennen und sich bisher immer gedacht haben, dass diese von Fiktion regiert werden.

Alex sagt über sich selber, er wäre ein nachdenklicher, introvertierter Langweiler, der sich gerne in Durchhaltepathos suhlt, sein Scheitern mittels Selbstironie zu beschönigen versucht und zum Lachen in den Keller geht. Ox Kollege Jörkk Mechenbier sagt über Alex, er wäre Punk, Opfer, Philosoph, Wahnsinniger und Vollidiot. Wie der Rest den Autor sieht, kann er am besten herausfinden, wenn er sich mit seinen Geschichten in “Ein bekotztes Feinrippunterhemd ist der Dresscode zu meinem Lebensgefühl“ beschäftigt. Steff

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