RAFIKI – ICH BREMSE NICHT FÜR BOSSE

RAFIKI – ICH BREMSE NICHT FÜR BOSSE
(Rotlicht Records)

Besser ist das! Denn das schont Reifen und Bremsbelege. Und solange das Gaspedal für die Tiere immer ordentlich durchgetreten wird, soll mir das auch recht sein. Die 5 Herrschaften aus Bayern haben laut Bandinfo schon einige gute Resonanzen vorliegen und teilten sich die Bühnenbretter bereits mit RANTANPLAN oder MAD CADDIES.

Das alleine macht natürlich noch keine gute Skaband aus, womit auch schon mal angesprochen wäre, in welcher Schublade RAFIKI hausen und Lärmen. Apropos Lärmen – ein ganz wichtiger Aspekt, den ich hier irgendwie vermisse. Denn selbst wenn ich das Rädchen der Anlage Richtung Anschlag drehe, klingt das alles noch total nett, sauber und irgendwie gebremst. Beinahe so, als wäre die Aussage – nicht für Bosse zu bremsen – schon fast überflüssig, da man sowieso vergessen hat, die Handbremse zu lösen. Musikalisch wissen die Bandmitglieder ihre Instrumente schon bestens zu bedienen, dass ist unüberhörbar, aber ich vermisse die Ausbrüche, diesen kleinen Schuss Wut den es bedarf, wenn man schon vom Hass gegen das System singt. Da darf es ruhig mal ein wenig schmutziger und rotziger sein.

Wer sich hingegen für eine noch glattere Variante zwischen der SONDASCHULE und den WOHLSTANDSKINDERN zum Ende ihrer Schaffenszeit begeistern kann, der kann gerne ins Gefährt von RAFIKI einsteigen und Bosse jagen. Ich hingegen fahre dann doch lieber mit Bus und Bahn. Steff

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