1328 – MUSIC FOR THE DRINKING CLASS

1328 – MUSIC FOR THE DRINKING CLASS
(The more you drink the better we are Records)

1328 aus München bestehen schon seit 1999. Nach einem Demo aus dem Jahr 2001 liegt mit “Music for the drinking class“ nun bereits die dritte (offizielle) Scheibe der trinkfesten Bajuwaren vor. Und man geht konsequent den Weg weiter, den man eingeschlagen hat. Fast alle Songs handeln vom freudigen Konsum und der Liebe zum heiligen Gerstensaft und mit 1328 hat man da ja auch den passenden Bandnamen gewählt (1328 is nämlich das Gründungsjahr der Augustiner Brauerei).

Musikalisch ist das alles verpackt mit treibenden, straighten Hard- (äh..) Beercore-Klängen. Da wird schon das ein oder andere Mal das Gaspedal ganz schön durchgetreten, ohne aber in wüstes Crust-Geknüppel auszuarten. Dafür hört man einige Oi-Einflüsse und manch flotten Mitgröhl-Reffreng. Der Sound is praktisch identisch mit dem Vorgängeralbum, aber alles ein bisschen voller und besser. Kommt gut. Einzig der Gesang stört mich. Also nicht der Gesang an sich oder die Stimme, das passt schon. Aber die englischen Texte werden mit einem wunderschönen nuschelnd-deutschen Akzent dargeboten, dass man sich fast fremd-schämen will. Gut, live is das ja wurscht, aber auf der CD sorgt’s schon für so manchen unfreiwilligen Lacher.

Zum Schluss bekommt man noch je einen Song von drei befreundeten? HC-Bands zu hören,  inklusive einer kurzen Vorstellung im Booklet; Ebenfalls HC-Songs, die hier recht gut reinpassen. Sehr schöner Zug von der 1328 und echt nachahmenswert. Die 40 Minuten sind dann aber auch schnell vorbei und auch wenn man andere Biermarken bevorzugt, kann sich diese Scheibe zum geselligen Umtrunk bedenkenlos als Soundtrack empfehlen. Mirko

www.myspace.com/1328beercore