THE BOTTROPS

Auch wenn ich mich ansonsten gerne in Zurückhaltung übe, empfinde ich den Moment gerade passend um zu erwähnen, das ich einer der ersten Außenstehenden war, die den Klängen des neuen THE BOTTROPS Albums “Entertainment Overkill“ lauschen durften. Nein, ich bilde mir da natürlich nichts drauf ein, aber man darf es doch wohl mal erwähnen, oder etwa nicht? Damit kein Neid aufkommt sei an dieser Stelle die Info niedergeschrieben, das “Entertainment Overkill“ seit kurzem auch für alle erhältlich ist. Eben dieses neue THE BOTTROPS Album war dann auch der Grund, warum wir den Controller ausnahmsweise mal aus der Hand gelegt und uns zum Informationsaustausch mal wieder zwischenmenschlicheren Tätigkeiten zugewandt haben. Entertainment, textliche Inhalte, umstrittene Fanvideos, Standort-Vorteil Berlin und natürlich die TERRORGRUPPE waren einige der Themen, die behandelt wurden. Bang Bang Benno und Johnny Bottrop, mit denen das Interview geführt wurde, und natürlich auch ich, wünschen Ihnen liebe Leserschaft, übermäßig gute Unterhaltung.

Ugly Punk: Vor ein paar Tagen hat Euer neues Album mit dem Titel “Entertainment Overkill“ das Licht dieser blühenden Welt erblickt. Welchen Stellenwert hat “Entertainment“ für Euch? Ist der Albumtitel auf Euch und Eure Musik bezogen oder warum “Entertainment Overkill“?
Ein solches abstraktes Dingens genannt “Entertainment” gibt´s ja eigentlich gar nicht in Wirklichkeit, das ist nur so ein zurechtgebogener Begriff der Economy-Speake, der die UnterhaltungsINDUSTRIE schön reden soll, und die ist ja bekanntlich nur so ein ekelhaftes Gemisch aus offener und versteckter Werbung, gehypten Inhalten in den Massenmedien… Games,… sogenanntem “Infotainment” und privatwirtschaftlicher Nachrichten-Produktion, zusammengefasst: alle Sinnesreizungen und elektronischen Informationen, mit denen man Handel und Geschäft treiben kann. So eine Art uns alle umgebende und immer weiter um sich greifende Matrix von Lüge und Zeitvernichtung. Dieses Entertainment-Zeugs-Dingsbums hat für uns natürlich gar keinen großen Stellenwert, auch wenn hin und wieder, besonders bei den Medien Spielfilm, Platte und Buch wirklich mal ein paar tolle Inhalte und echte Wahrheiten durchschimmern… wir haben ja auch ein paar Empfehlungen dazu im CD-Booklet genannt. Naja und  bei den Games… es gibt da schon ein paar Spiele, die gerne mal im Tourbus angeschmissen werden. Aber wirklich gut “unterhalten” – blödes Wort- fühlen wir uns nur auf einem guten Konzert, bei einem tollen Abend in der Lieblingskneipe mit guter Punk-Musik oder selber auf der Bühne stehen, das ist natürlich das Allerbeste!

Ugly Punk: Aber Ihr wollt ja sicherlich nicht nur unterhalten werden, sondern auch selbst mit Eurer Musik und den Texten unterhalten. Oder seht Ihr Eure musikalische Mission, sofern man das überhaupt so nennen kann, eher in Aufklärung als in Unterhaltung?
Nee, Musik hat zunächst ja nur mal den Sinn und die Bedeutung “zu Rocken” und gut abzugehen, den Leuten Fun und Ohrenschmaus darbieten… wer das anders sieht, der soll seine Gitarre lieber wegschmeissen und aufklärerische Bücher oder Artikel schreiben. Musik soll die Leute unterhalten und ein Konzert ist Fun, Pogo, Bier mit Freunden, die man wochenlang oder monatelang nicht gesehen hat; Hüpfen und peinlich sein… Wer sich nur aus “missionarischen Gründen” auf eine Konzert-Bühne stellt, der ist da irgendwie falsch. Man muss auch den Willen haben, die ganze Meute vor der Bühne bestens zu unterhalten! Aber andererseits, warum nicht Fun, Rhythmus und die berühmten 4 Akkorde mit guten Inhalten füllen anstatt nur Lovesongs und Sauflieder. Lovesongs macht doch schon der Mainstream 100.000fach, und Sauflieder sind in Punk- und Volksmusik ja auch gleich weit verbreitet. Es muss doch noch was anderes geben. Musik mit einfachen kritischen echten Texten, die aber trotzdem rockt und bestens unterhält. Wegen so einem Bedarf wurde irgendwann damals in den Siebzigern dann auch Punkrock erfunden.

Ugly Punk: Wie meine schmalzigen Lauscher auch vernommen haben, geht es ja textlich überwiegend kritisch zur Sache. Liegt das an gewissen Umständen hierzulande und somit auch daran, dass die Zeiten generell härter werden?
Wir vier Bottrops sind ja eigentlich vier grundverschiedene Typen mit vier verschiedenen Geschmäckern, Ideen und Lebensvorstellungen, aber was uns gemeinsam an der ganzen Punk-Musike der letzten Jahre wirklich gestört hat, war dieses häufige stumpfe und inhaltslose Rumgepose, das ewig gleiche Bedienen und Runterleiern von immer denselben simplen Standart-Themen ohne ein paar echte eigene Ideen, die 10.000 “Unity-Beschwörungen” und Trinklieder – Saufen/Raufen/Oi!Oi!Oi! oder “Rock-You-All-Night-Long”-Posen, oder das “Ich-bin-so-wehleidig-jammer-jammer-mir-gehts-schlecht”-Geheule. Machen wir uns doch nix vor: die deutsche Punkrockmusike stagniert auf mittelmässigem Level der Ausgelutschtheit und manches, was da heute so gesungen wird, ist wirklich das Gegenteil von dem wofür Punk einmal gestanden hat, nämlich für eigenes kritisches Denken und Hinterfragen, für Befreiung von den ganzen stumpfen Stereotypen und Gruppenzwängen, für so was wie eigenes Bewusstsein und “Selbstverantwortung”. Achtung, wir wollen jetzt ganz bestimmt nicht rumposaunen, dass die THE BOTTROPS die voll tollen Hechte sind, die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben und jetzt ankommen und das alles wieder rum reißen und dann ist alles wieder neu und super-punkmässig schlau oder so, ganz bestimmt nicht, aber wenigstens machen wir bei diesem ganzen stumpfen Wiederholen und Wieder-Wiederholen nicht selber mit. Da halten wir uns raus, wir haben ja schließlich 2009 und nicht 1982.

Ugly Punk: Da liegen natürlich 27 Jahre dazwischen, aber es gibt ja gewisse Problematiken, die sich über diesen Zeitraum nicht wesentlich oder überhaupt nicht geändert haben. Dinge, die immer noch aktuell sind und deshalb gerne als Wiederholungsfehler oder als Ideenlosigkeit ausgelegt werden. Dinge die man, und da sind wir uns sicherlich einig, allerdings auch anderes verpacken kann.
Du hast absolut Recht!  Es ist absolut wichtig Stellung zu beziehen und Zähne zu zeigen gegen Neonazis und Rassisten, 2009 noch viel wichtiger als 1982. Oder das Thema Kontrolle und Überwachung, “Welcome to 1984″…

Ugly Punk: Wenn Ihr von heute besungenen Themen sprecht, die das Gegenteil von dem sind, wofür Punk einmal stand, welche meint Ihr damit konkret?
Da gibt´s viele Beispiele, wenn eine Band aus der unpolitischen Streetpunk-Ecke über angebliche “Asylanten, die in den Bahnhöfen rumlungern” singt, wenn zum 1000sten mal diese blöden “Survival of the Toughest” Klischee-Texte im Hardcore breitgetreten werden, so ein blöder Macho-Scheiss, alle gegen alle – das Recht des Stärkeren, fast der gleiche Sozialdarwinismus wie ihn Neoliberale und Guido Westerwelle auch vertreten. Oder diese Jammer-Attitude der softeren Intellektuello-Punkers und “Alternative-Rocker”, “oh ich armes Opfer…” Punkrock war mal ein großer offensiver Spaß mit Herz und Hirn und sollte es auch bleiben.

Ugly Punk: Um den Song “H.W.E.N.“ (Hitler war ein Nazi), bzw. ein Video, das von einem Fan auf You Tube veröffentlicht wurde,  gab es anscheinend soviel Wirbel, das es kurzerhand bei You Tube wieder rausflog. Welche Grenzen der Geschmacklosigkeit hat der Regiesseur denn in den Augen der Verantwortlichen überschritten?
Mittlerweile ist das Video angeblich auch bei MySpace wieder rausgeflogen, hatte leider noch keine Zeit nachzusehen. Das Problem mit all diesen Web 2.0 Communities ist ihre völlige politische Blindheit. Zigtausend Clips mit rechten oder rechts-offenen Inhalten vermischen sich mit harmloser Teeniekacke zu einem dumpf-nationalen klebrigen Sumpf, während gleichzeitig tolle, zugegeben etwas drastische Clips wie eben dieser Fan-Video von “Hitler war ein Nazi” gelöscht werden, obwohl der Clip eindeutig Anti-Nazi, Anti-Rechts, Anti-Rassistisch ist. Das Video macht sich halt sehr hübsch und offensiv über den “Führerkult” lustig. Warum das zensiert worden ist?  Unbegreiflich! Dabei geht es in dem Song ja noch nicht mal um das Thema “Nazi/Neonazi” als solches, sondern eher um die Darstellung der NS-Zeit in den deutschen Zeitschriften und Fernsehsendungen: Kein Wunder dass sich Tausende kleine Bubis in den Kleinstädten und Dörfern für den NS-Quatsch begeistern, wenn man in jedem “History-Special”, Geschichtsdoku-Beitrag und “Themenabend” immer nur die Propaganda-Bilder der Täter und Helfershelfer selber zeigt, Leni Riefenstahls Olympia, die inszenierten “Parteitage”, die choreografierten Aufmärsche. All diese Bilder sind bewusst und künstlich geschaffene Inszenierungen und haben ja wenig mit dem Alltag der Deutschen in dieser Zeit gemeinsam. So ein SA-Aufmarsch suggerierte halt nur für ein paar bestimmte Minuten das Bild von “Ordnung”, danach war das dann nur noch eine Meute besoffener ungelenker Schläger. Warum greifen die “Historiker” nicht einfach mal auf anderes Material aus England / USA und der Sowjetunion zurück?

Ugly Punk: Wirklich Unbegreiflich! Mehrere Punk-Schriftsteller haben mit Ihrer Kreativität dafür gesorgt, dass es zu jedem Song des neuen Albums eine entsprechende Kurzgeschichte gibt. Wie entstand diese Idee und unter welchen Kriterien wurden die Künstler ausgewählt?
Zuerst haben wir nur Zeichner und Literaten aus unserem Bekanntenkreis gefragt, die waren willig aber sehr langsam. Später dann, als wir so allmählich dann mal mit der Scheibe zum Presswerk gehen wollten, aber noch nicht all zu viele fertige Geschichten eingetrudelt waren, haben wir uns per Aufruf über Fanzines an die Underground-Schreiber und Slam-Poeten gewandt. Insbesondere beim Ox und Pankerknacker kamen viele Schreiber drauf zurück, und so ist das Booklet dann doch noch so schick und umfassend geworden, wie wir uns vorgestellt hatten. Jeder Zeichner oder Schriftsteller hatte 8-10 Textzeilen zu jeweils einem Song vor die Füße geschmissen bekommen und musste sich aus diesen Fragmenten eine eigene Geschichte bzw Illustration ausdenken. Das ist alles absolut großartig geworden, zum Beispiel Antje Ts Geschichte zu “Entertainment Overkill”, Schwarwels Bild zu “Anton”, die Bilder von Kubassa und Nina Kiel, die Kurzgeschichten von Christiane Kulzer, Carsten Vollmer, Philip Nussbaum…. usw usw… halt das alles.

Ugly Punk: Ich könnte also anstatt zum Roman vorm Einschlafen auch zum “Entertainment Overkill“ Booklet greifen, richtig?
Aber weniger zum Einschlafen, sondern mehr zum wahlweise Ablachen oder Albträume kriegen, oder beides zusammen…

Ugly Punk: Bandname und Albumtitel sind Englisch. Habt Ihr schon mal darüber nachgedacht auch die Texte in englischer Sprache zu verfassen?
Nö, ist gar nicht englisch… in der Medien- und Economy-Speake sind doch Wörter wie “Overkill” und ”Entertainment” längst in die Sprache aufgenommen. Is halt “Medien-Deutsch”. Auf der letzten Platte hatten wir ein spanisches Stück, auf dieser sollte eigentlich ein Lied mit englischem Text… hmm, haben wir wohl vergessen. Bang Bang Benno ist gebürtiger US-Amerikaner, aber seine englisch Aussprache ist fürchterlich, mehr so Tempelhof/Schöneberg-Slang. Ob Bushido wohl Englisch kann?

Ugly Punk: Ihr kommt aus derselben Stadt wie er! Was meint Ihr?
Der is doch jetzt feiner Zehlendorfer. Da hat er bestimmt auch´ ein paar Euros über für´n Privat-Lehrer.

Ugly Punk: Höhö! Wo wir gerade bei Berlin sind. Wenn man von einer ausgeprägten musikalischen Szene spricht, fallen immer wieder die Städtenamen Berlin und Hamburg. Es gibt sogar Bands, die ziehen mit Sack und Pack nach Berlin. Hat man es als Berliner Band aufgrund der großen musikalischen Vielfalt nicht viel schwerer oder ist es für eine Rockband tatsächlich von Vorteil in Berlin Sesshaft zu sein, hier den musikalischen Weg weiterzuverfolgen und sich darüber zu freuen, das auf Konzertplakaten und Flyern hinter dem Bandnamen in Klammern Berlin steht. Was denkt Ihr als Berliner Band darüber?
Keine Ahnung ob das für eine Rockband ein Vorteil ist oder nicht, wir sind ja eine Punkrock-Band, mit “Rockbands” und so´n Schweinkram wollen wir nix zu tun haben, ha! Früher war Berlin bzw “Kreuzberg bei Berlin” mal ein echter Standort-Vorteil, als die Stadt noch billig und voller Freiräume war, mittlerweile wird es enger, auch für Bands. Stadtumstrukturierung, Ausverkauf an sogenannte “Investoren” haben in den letzten Jahren ihre Spuren hinterlassen. Sowohl THE BOTTROPS als auch TERRORGRUPPE mussten wegen solcher Verwertungs-Träume schon 2x das Domizil wechseln. Ich kann einer Band aus der Provinz nur raten in Städte zu ziehen mit viel Freiraum, Leerstand, billige Mieten, Firmen-Schliessungen usw… Der Underground gedeiht im Krisengebiet immer besser als in der Boomtown, Berlin scheidet da eher aus, Hamburg sowieso, wie wär´s denn mit Wilhelmshaven oder so? Da sollen ganze Häuser im ehemaligen Stadtzentrum leer stehen, zu absoluten Niedrigmieten.

Ugly Punk: Na, dann nix wie hin liebe BOTTROPS!
Wenn der letzte Proberaum und das letzte Aufnhame-Studio an sogenannte Investoren verkauft worden ist, die daraus dann Hotels und Jugendherbergen machen wollen, dann ist es wohl soweit.

Ugly Punk: Werfen wir noch mal einen kurzen Blick in TERRORGRUPPE Zeiten zurück. War schon mit dem Ende der Band klar, dass dreiviertel der Musiker auf alle Fälle weitermachen werden?
Das war absolut klar! Aber genauso klar wurde dann auch schnell, dass es nicht mehr unter dem Namen TERRORGRUPPE weiter gehen würde. Eine Band ohne wichtigstes Gründungsmitglied und orig. Sänger dann unter demselben Namen noch -zig Jahre weiter zu betreiben, das stinkt doch sehr nach Ausverkauf und Kegelclub-Revival für Rockrentner. Es gibt genug andere Opa-Punkers, die so was betreiben, mögen sie in Schande dahinsiechen. Nee Danke! Für uns nicht!

Ugly Punk: Stand es also niemals zur Debatte TERRORGRUPPE ohne Archi weiterlaufen zu lassen und sich so, einen vielleicht mühsamen Neuanfang unter anderem Namen zu ersparen?
Wir haben uns am Anfang “TGOA” (“TERRORGRUPPE ohne Archi”) genannt. Ein Gag. Lieber ganz von unten noch mal von vorne Anfangen, bzw von oben links. Mit neuem Namen. Aber die BOTTROPS machen ja auch einen anderen Sound als TERRORGRUPPE, konnte man auf der letzten Platte hören und auf der Neuen “Entertainment Overkill” auch.

Ugly Punk: Nerven Euch denn Vergleiche mit der TERRORGRUPPE oder ist es für Euch O.K., wenn THE BOTTROPS als offizielle Nachfolgeband gehandelt werden?
Naja, langsam beginnt es zu nerven, haha! Wir sind nicht Ex-TERRORGRUPPE und auch nicht DIE Nachfolgeband der TERRORGRUPPE, sondern eine von 3 Nachfolgebands. Die “THE BOTTROPS feat. Ex-Members von TERRORGRUPPE” ist eine treffendere Bezeichnung.

Ugly Punk: Wie würdet Ihr selbst den Unterscheid zwischen THE BOTTROPS und der TERRORGRUPPE beschreiben?
Ein anderer Ansatz: Als die TERRORGRUPPE 1993 anfing, hat sie Spaß und ein sarkastisch-ironisches Stinkefinger-Gefühl promoted zu einer Zeit, als die meisten Bands mit viel zu vielen toternsten, langweiligen und verkopften Statements der Bewegung den Fun abzudrehen drohten. Die Neuerfindung und “Back-To-The-Roots”-Bewegung hin zu Punkrock als eine besonders aggressive und laute Form von BÖSEM SPASS war das Antriebsmoment. Ab Ende der 90er Jahre wurde aber plötzlich böser Spaß und Sarkasmus zu einem x-beliebigen Mainstream-Kult, alle Bands wollten plötzlich so sein und im Fernsehen feierten Stefan Raab und andere Flachkomiker ihre großen Erfolge. Die TERRORGRUPPE ist damals ein bisschen “ernsthafter” geworden, die deutsche Beteiligung am Angriff auf Jugoslawien 1999 hat sicher auch dazu beigetragen. Die BOTTROPS-Lieder sind noch ein bisschen ernsthafter, geradlinig, deutlich, aber hoffentlich weitgehend ohne Parolen-Gedresche, naja, das müsst ihr selber entscheiden…. Bei den neuen Songs “H.W.E.N”., “Entertainment Overkill”, “Wandertag” oder “Anton” kommt aber auch wieder ein bisschen mehr Fun & Ironie drinne vor, aber das braucht man nicht zu erklären, jeder der´s zum ersten Mal hört, wird´s verstehen.

Ugly Punk: Lassen sich THE BOTTROPS in Ihren komponistischen Fähigkeiten von irgendwem inspirieren?
Was eben für die Texte gesagt wurde, also Suchen nach was Neuem und “Zeitgemäßem”, gilt für die Musike nicht unbedingt: Wir sind mit einer Bandmehrheit von 3:1 hoffnungslose Traditionalisten: Punkrock 77, Powerpop/Wavepunk oder Mod-Revival 1979-1980, California Beachpunk 1981-82… das sind die großen Ideale, aufgelockert mit altem deutschen Früh-Punk und -Welle, Hamburg/Düsseldorf/Berlin 1980, ein bisschen 60ties Garagenbeat und Ähnliches.

Ugly Punk: Kommen wir zum Ende unseres kleinen Plauschs. Bevor die Jugendlichen woanders rebellieren gehen, sollen sie sich doch gefälligst noch Euer Album kaufen, oder etwa nicht? Also, warum gehört “Entertainment Overkill“ in jedes CD Regal oder wahlweise in jeden Plattenschrank?
Weil das nicht nur Musik für ein Live-Konzert oder einen Mausclick in der Tube ist, sondern eine grosse PunkRockPowerPop-Scheibe für absolut alle Orte, Zeiten, Anlässe, Stimmungen und Lebenslagen!

Ugly Punk: Einer aussagekräftiger Schlusssatz, dem wir nichts mehr hinzuzufügen haben.