DIE TOTEN HOSEN – IN ALLER STILLE

DIE TOTEN HOSEN – IN ALLER STILLE
(JKP)

Ob man sie nun liebt oder hasst oder einfach nur neidisch ist. Phase ist, das DIE TOTEN HOSEN seit über 25 Jahren ihr Ding durchziehen und mittlerweile über jeglicher Kritik aus der Punkszene stehen, bzw. sich erst gar nicht damit befassen.

Die erste Singleauskopplung “Strom“ dürfte sicherlich einigen schon aus Funk und Fernsehen bekannt sein, aber dieser musikalische Vorgeschmack hält in punkto Härte nicht unbedingt das was er im Bezug auf das neue Album verspricht, denn unter Hochspannung stehen lediglich nur ein paar Stücke und wer hier im Vorfeld Parallelen zur “Auswärtsspiel“ erwartet hatte, der darf sich gerne noch mal die “Unsterblich“ zu Gemüte führen und wird dort wahrscheinlich am ehesten Parallelen finden. Vollgas gibt man selten, was allerdings nicht heißen soll, das es leise zugeht. Die Melodien scheinen eher der Stimmungslage und den Texten angepasst und die sind überwiegend persönlich. Erfreulicherweise findet sich diesmal kein Sauflied auf diesem Tonträger und auch von Partysongs der Sorte “Walkampf“ ist weit und breit nichts zu hören. Bundeswehrdeppen, Onkelz Fans oder Auto Prolls, die ja leider auch zur Hörerschaft der HOSEN gehören, werden diesmal also weniger Freude haben, zumal einige Songs auch noch Tiefgang haben.

Summa summarum ist “In aller Stille“ zwar nicht “back to the roots”, worauf viele seit Jahren ja schon vergeblich warten, aber auf alle Fälle eine Steigerung zum letzten Album ”Zurück zum Glück“ und immer noch alle Male besser als das, was uns die ganzen TOTEN HOSEN Klone vorsetzen. Und geht man von vornherein mit der Ansicht an diese Veröffentlichung, das man es hier mehr mit einem Rock als mit einem Punk Album zu tun hat, stehen die Chancen ganz gut, das man nicht enttäuscht wird. Steff

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