DIE SUPERFREUNDE – APFEL BIRNE

DIE SUPERFREUNDE – APFEL BIRNE
(Trash 2001 Records)

Es gibt ja mittlerweile einen ganzen Arsch voller prolliger Punkbands, die der wählerischen Zuhörerschaft manch gewagte Textpassage um die Ohren knallen. Eben jene Zuhörerschaft hat dann auch die undankbare Ausgabe herauszufinden, ob die Combos das nun ernst meinen oder alles nur Show ist.

Da es anscheinend immer noch Leute gibt, die die Texte der SUPERFREUNDE für bare Münze nehmen und ihnen allerlei unschöne Dinge unterstellen, sei an dieser Stelle noch mal betont, dass hier alles nicht so heiß gegessen wird, wie es gekocht wurde. DIE SUPERFREUNDE gehen sogar soweit und betiteln das was sie machen als Kunst. Musikalisch ist das alles zwar sehr minimalistisch gehalten, jedoch trotzdem immer irgendwie melodisch und mitgröhlkompatibel. Was die textlichen Inhalte angeht, so kristallisiert sich heraus, dass DIE SUPERFREUNDE sich als Männer in der Opferrolle sehen, da sie sich von den Frauen unterdrückt fühlen. Anders kann man das wirklich überzogene und informative Interview am Schluss und Titel wie “Emanzipation“, “Frauen sind doof“, “Weiberhand und Kapital“ oder “Frauen haben kurze Beine“ nicht deuten. In diesem Punkt sind sie sind sozusagen die Mario Barth´s des Punkrocks.

Natürlich sind Lieder über Frauen nicht das alleinige Konzept, denn DIE SUPERFREUNDE machen außerdem unmissverständlich klar, dass sie die Erde regieren, dass das Bier leer ist oder dass ihre Fans Schweine sind. Wer hier jedes Wort auf die Goldwaage legt, dass sei abschließend noch mal erwähnt, der wird an den SUPERFREUNDEN sicherlich keinen Spaß haben. Wer die Ironie erkennt, der schon. Spike

www.diesuperfreunde.de.ms